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Snow Leopard soll angeblich bereits fertig sein (Upd.)

13.08.2009 | 10:55 Uhr |

Die aktuelle Version der Snow-Leopard-Vorschau soll bereits die fertige Ausgabe sein, die später auch auf DVD ausgeliefert wird. Angesichts aktueller Fehler ist dies jedoch noch fraglich.

WWDC 2009, Snow Leopard: snowleopard
Vergrößern WWDC 2009, Snow Leopard: snowleopard

Laut einem Bericht von "Mac4Ever" soll der aktuelle Entwickler-Build von Snow Leopard bereits die Gold-Master-Version sein, die Apple auf DVD pressen und als Verkaufsversion in die Geschäfte bringen wird. Noch haben nur wenige ausgewählte Entwickler Zugriff auf die neue Version. Mehrere zuverlässige Quellen sollen dies bestätigt haben, so das Blog. Dieser aktuelle Build trägt die Nummer 10A432. Apple hatte die Entwicklerversion von Snow Leopard mehrfach über den Software-Updater aktualisiert.

Bugs und Fehler

Bislang gibt es noch kein konkretes Erscheinungsdatum für 10.6 . Apple hatte lediglich den September als Veröffentlichungstermin genannt. Falls der Bericht von Mac4Ever korrekt sein sollte, dann läge Apple gut in der Zeit. Ob Snow Leopard tatsächlich bereits Endkunden-tauglich ist, bleibt jedoch fraglich. Noch gibt es laut Entwicklern gelegentliche Abstürze. Auch beim Booten in den 64-Bit-Modus soll es noch haken. Sollte Snow Leopard in dieser Form erscheinen, müsste Apple zügig Updates nachliefern, um die Fehler zu beseitigen.

Apple hat mit 10.6 die Basis von 10.5 Leopard aufgegriffen und zahlreiche Elemente unter der Haube erneuert. Snow Leopard soll vor allem schlanker und schneller werden als die Vorgänger. Dazu hat Apple unter anderem den PPC-Quellcode entfernt, was dazu führt, dass ausschließlich Intel-Macs zum kommenden Mac-OS X kompatibel sind.

Hardwarebeschleunigung

Zudem setzt Apple verstärkt auf Hardwarebeschleunigung. So soll die Grafikkarte auch die Wiedergabe von Videos unterstützen und mit OpenCL eigene Rechenaufgaben übernehmen. Apple setzt bei 10.6 konsequent auf 64-Bit-Architektur und hat beinahe sämtliche Systemprogramme neu programmiert. Mit Grand Central kommt zusätzlich eine neue Technik zum Einsatz, die es Entwicklern sehr viel leichter macht, Programme und prozesse auf mehrere CPU-Kerne zu verteilen, um sie zu beschleunigen.

Doch nicht alle Macs unterstützen die neuen Funktionen . Viele Grafikkarten in häufig verkauften Macs eignen sich beispielsweise nicht für OpenCL. Außerdem wird es nach dem Erscheinen von 10.6 noch einige Zeit dauern, bis die Entwickler ihre Programme für die neuen Funktionen optimiert haben.

Wenn Snow Leopard erscheint, wird es als Update zu Leopard 29 Dollar kosten. Nutzer, die zwischen dem 8. Juni und dem 26. Dezember 2009 einen Mac mit 10.5 kaufen, erhalten 10.6 für eine Gebühr von neun Euro. Preise für Nutzer älterer Betriebssysteme stehen noch nicht fest. Möglicherweise müssen Nutzer von 10.4 und älter das "Mac Box Set" erwerben, das aus Mac-OS X, iLife und iWork besteht. Dieses kostet 169 Euro. Die meisten Nutzer wollen jedoch sofort im September aktualisieren. Dies ergab eine Macwelt-Umfrage.

Nachtrag:

Apple hat das Update jetzt laut Apple Insider allen registrierten Entwicklern zum Download bereitgestellt. Das Image ist 6,1 GB groß und enthält den mutmaßlichen "Golden Master"-Build 10A432. Zuvor konnten nur einige ausgewählte Developer das Diskimage herunterladen.

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