1010149

Oktober: Macbooks im Brick-Verfahren

31.12.2008 | 07:47 Uhr |

Das Angebot für das Weihnachtsgeschäft komplettiert Apple im Oktober: Nach den iPods sind die Macbooks dran. Diese warten mit einem neuen Produktionsprozess auf. Mac Mini und Mac Pro bleiben 2008 jedoch ohne Aktualisierung.

Macbook Pro mit Nvidia-Hybrid-Grafik

Bild des neuen Macbook Pro (Apple)
Vergrößern Bild des neuen Macbook Pro (Apple)
© Apple

Zwei Grafikkarten in einem Notebook wirken wie eine Spielerei, doch Sony zeigt schon seit einiger Zeit, dass diese "Hybrid-Technik" gut nutzbar ist. Mit den neuen Macbook-Pro-Modellen zieht Apple deshalb nach.

Sie enthalten zwei Grafikchips von Nvidia; die Mittelklassevariante Geforce 9400M, deren Leistung etwa zwischen den bisher erhältlichen Intel-Chipsatzgrafik GMA X3100 (Macbook) und Nvidia 8600M GT (Macbook Pro) liegt. Wer die ultimative Leistung in den neuen Macbook-Pro-Modellen haben will, kann den Schalter umlegen und stattdessen die eingebaute Grafikkarte Geforce 9600M GT benutzen. Damit könne man, so Steve Jobs in der Produktvorstellung, die Grafikleistung verdoppeln - allerdings fließt dann auch mehr Strom. Sprich: Die Batterielaufzeit verkürzt sich um eine Stunde (4 Stunden statt maximal 5 Stunden).

Bei den Prozessoren sind Intels Top-Modelle eingebaut; zur Auswahl stehen Taktraten von 2,4 oder 2,53 GHz - gegen Aufpreis lassen sich alle neuen Macbook Pro aber mit 2,8-GHz-Prozessor ordern.

Die Zahl und Art der externen Anschlüsse hat sich drastischer geändert: Ab sofort steht nur noch ein Firewire-800-Anschluß zur Verfügung; Firewire-400-Geräte (zum Beispiel Videokameras) lassen sich nur mit dem beiliegenden Adapter verbinden. Es bleibt bei 2 USB-2-Steckern, Gigabit-Ethernet sowie Audio-Ein- und Ausgang. Geblieben ist auch der Erweiterungssteckplatz im Format Expresscard 34. Monitore aber finden nur noch über einen Mini-DVI-Anschluß Kontakt, wie er heute zum Beispiel im iMac eingebaut ist.

Batterie und Festplatte sind über eine Klappe erreichbar. Speziell der Austausch der Festplatte ist damit wesentlich einfach als bisher. Zum Lieferumfang gehört eine 250-GB-Festplatte, der Arbeitsspeicher faßt 2 GB (DDR3-Module, Taktrate 1066 MHz).

Das Gehäuse ähnelt dem bisher erhältlichen Macbook Air , die Dicke wurde gegenüber den bisher erhältlichen Macbook Pro um 5 Prozent auf jetzt 2,4 Zentimeter reduziert. Apples Chefdesigner Jonathan Ive sagte, dass Rahmen, Platine und Gehäuse jetzt erheblich stabiler sind als bisher, dadurch konnte Raum gespart werden. Das Gewicht liegt aber mehr oder minder unverändert bei etwas mehr als 2,4 Kilogramm.

Diese Verdichtung der Komponenten bietet Raum für ein neues Trackpad vor der Tastatur, das die Maus ersetzt. Es besteht aus aufgerauhtem Glas; das widerstandsfähiger sein soll als der metallische Vergänger. Ein mechanischer Mausknopf fehlt komplett, das komplette Trackpad fungiert als Schalter. Weitere Schalter ("die rechte Maustaste") lassen sich vom Betriebssystem oder von jeder beliebigen Software virtuell hinzufügen.

Während das Trackpad aus Glas eine eindeutige Verbesserung darstellen dürfte, lassen sich die Änderungen beim Monitor mit gemischten Gefühlen sehen - Apple bietet ab sofort keine entspiegelten Monitore mehr an. Das Macbook Pro liefert Apple in zwei Konfigurationen in den Handel, eine Dritte ist dem Apple Store vorbehalten. Das 17-Zoll-Modell hat seine "Brick"-Renovierung noch vor sich, Apple präsentiert aber ein überarbeitetes Spitzenmodell seiner Notebookreihe.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1010149