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1001 Treiber: Alte Drucker nutzen

19.11.2004 | 12:18 Uhr |

Für die in Mac-OS X integrierte CUPS-Technologie sind freie Treiber für aktuelle, aber auch viele ältere Drucker erhältlich. Mit dem integrierten RIP werden sie sogar Postscript-Level-3-fähig.

Software-Udpate: Gimp-Print und ESP Ghostscript lassen sich direkt von der CD installieren. Letzteres wird vor allem für Mac-OS X 10.2 gebraucht, da es noch keinen Postscript-RIP besitzt.
Vergrößern Software-Udpate: Gimp-Print und ESP Ghostscript lassen sich direkt von der CD installieren. Letzteres wird vor allem für Mac-OS X 10.2 gebraucht, da es noch keinen Postscript-RIP besitzt.
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von Matthias Zehden

BEI FRÜHEN VERSIONEN von Mac-OS X sah es in Sachen Druckerunterstützung noch ziemlich finster aus, denn längst nicht jeder Hersteller nahm sich seiner betagten Modelle an. Es ist halt attraktiver, einen neuen Drucker zu verkaufen, als noch viel Arbeit in Treiber für alte zu stecken. Den entscheidenden Schritt zur Beendigung des Treibernotstands hat Apple mit Einführung der Druckerverwaltung CUPS in Mac-OS X 10.2 getan. Für CUPS existieren hunderte von frei verfügbaren Treibern. Außerdem unterstützt es diverse Printerprotokolle und ermöglicht damit die Nutzung von Unix- und Windows-Druckern. Seit Panther gehören das umfangreiche Gimp- Print-Treiberpaket und ein Postscript-RIP zum Lieferumfang.

Ausgabehilfe

Solange man einen neueren Postscript-3-Printer oder einen einigermaßen aktuellen USBDrucker hat, gibt es sehr wahrscheinlich eine passende PPD oder einen zugehörigen Treiber für Mac-OS X. Ist das nicht der Fall, kommt Gimp-Print ins Spiel, das wie CUPS als Open- Source-Paket aus dem Unix-Lager stammt. Es enthält über 600 CUPS-kompatible Treiber für Modelle von Canon, Epson, HP, Lexmark und dazu kompatible Drucker. Die Qualität der Treiber ist oft hervorragend, teilweise aber auch noch auf das Nötigste beschränkt. Um Postscript-Dokumente auf Druckern ohne eigenen RIP auszugeben, benötigen CUPS und Gimp-Print einen entsprechenden Interpreter. Unter Jaguar musste man ESP Ghostscript, eine an Mac-OS X angepasste Version von GNU Ghostscript, noch von Hand installieren. Die aktuelle Systemversion wird bereits mit Postscript- Unterstützung ausgeliefert. Der zu Level 3 kompatible RIP erfordert keinerlei Eingaben vom Anwender, sondern übernimmt unsichtbar im Hintergrund die Daten, um sie für den ausgewählten Drucker aufzubereiten. So werden die Drucker nicht nur Mac-OS-X-tauglich, sondern auch gleich noch Postscript-3-fähig, weshalb sich der Einsatz der Gimp-Treiber manchmal selbst für aktuelle Druckermodelle lohnt.

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