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11. Dezember: Dem geschenkten Gaul

11.12.2014 | 00:00 Uhr |

Musik wird als störend oft empfunden, da stets mit Geräusch verbunden. Geräuschlos war die Keynote vom 9.9.14 gewiss nicht.

Sie werden sich bestimmt noch an den 9. September dieses Jahres erinnern, es ist schließlich gar nicht solange her. Apples Keynotes sind mittlerweile so terminiert, dass man beinahe den Kalender danach stellen kann. Im Juni: Neues OS X und neues iOS auf der WWDC. Im Oktober: Neue iPads und neue Macs. Die wichtigste Keynote ist aber mittlerweile die Anfang September, wenn Apple die neue iPhone-Generation vorstellt. Diese ist zudem auch noch in einen Zweijahresrhythmus eingebettet, immer in geraden Jahren kommt das iPhone in neuem Formfaktor, während die ungeraden zur Optimierung der Geräte dienen.

Die Antwort zur Frage von 10. Dezember

iTunes hätte beinahe tatsächlich iMusic geheißen, während der Präsentation im Januar 2000 rutschte Jobs der Projektname sogar einmal raus. Aber wahrscheinlich hatte Apple schon seinerzeit Pläne mit der Software, die weit über Musik hinausgingen. The Musical Box ist ein alter Song von Genesis, der in jeder iTunes-Mediathek enthalten sein sollte. Stimmt also SoundJam, das beim Kauf durch Apple schon weite Verbreitung im Mac-Universum gefunden hatte.
 


Wenn Apple etwas völlig Neues vorzustellen hat wie in diesem Jahr mit der Apple Watch, nutzt der Hersteller die ohnehin schon gegebene Aufmerksamkeit. So war die Keynote in drei Akte aufgeteilt – und mit einer Zugabe versehen, die nicht jedem schmeckte. Erster Akt: Apple zeigt das erwartete, durch Gerüchte gespushte und Leaks gestützte neue iPhone. Diesmal nicht in zwei Farben, sondern in zwei Größen. Dann das Abstrakte. Apple Pay ist ein Bezahlservice, über den Apple vermutlich nicht einmal viel Umsatz mit Provisionen zu verdienen versucht, sondern die Loyalität der Nutzer für das iPhone stützen will. Und dann die Überraschung, das „one more thing“. Wobei bei der Apple Watch ja nicht mehr die Frage war, ob sie kommt, sondern nur noch wann. „Early 2015“ lautete die Antwort.


Die Zugabe, die nicht jedem gefiel, gaben schließlich U2. Hatten wir im Vorfeld der Keynote (ach, eigentlich aller Keynotes der vergangenen paar Jahre) über die Musikauswahl gelästert, bei Apple kenne man anscheinend nur Coldplay für die Hintergrundmusik vor Beginn der Veranstaltung und nach deren Ende, bestritten nun U2 den musikalischen Part. Mit einem Geschenk an 800 Millionen iTunes-Nutzer, das um die 30 Millionen wohl auch angenommen haben. Dem Rest waren die „Songs of Innocence“ vermutlich egal, der Shitstorm derjenigen, die Bono, U2 und geschenkte Musik gar nicht mögen, fiel unerwartet schrill aus. Dabei ist das Album gar nicht mal schlecht, wenn auch nicht bahnbrechend, glaubt man der Musikkritik. Die lustigste Einschätzung der „Songs“ haben wir in der SZ gelesen. U2 würden immer mehr wie Coldplay (sic!) klingen, wobei sich letztere stark bemüht hätten, endlich so zu klingen wie U2. Aber stellen Sie sich mal vor, Tim Cook hätte sich im September als Freund deutschen Disco-Schlagers geoutet und Helene Fischer auf die Bühne gebeten und ihr aktuelles Album allen iTunes-Nutzern in die Mediathek gespült. Den Shitstorm wollen wir uns lieber nicht vorstellen.
 
 

 
 
Eine Frage zu U2 haben wir uns für heute ausgedacht: Im Oktober 2004 brachte Apple ein iPod-Sondermodell U2 heraus, zudem gab es im iTunes Music Store eine „Box“ mit den gesammelten Werken der Iren zum Kauf. Darin fehlte natürlich noch das neue Album, dessen Vorab-Single „Vertigo“ den Soundtrack zu einem Werbespot für den iPod lieferte. Sie wissen schon: Vier Schattenrisse irischer Musiker vor bunten Hintergründen... Wie hieß das Album, das kurz darauf folgen sollte?
 
 
1.)   All You Can’t Leave Behind
2.)   How To Dismantle An Atomic Bomb
3.)   No Line On The Horizon
 
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