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12. Dezember: Lisa – Die große Schwester

12.12.2013 | 00:00 Uhr |

Lisa war kein Erfolgsmodell, aber eines mit spannender Geschichte. Die begann in Cupertino und endete in der Wüste von Nevada.

Den Computer Lisa als Vorgänger des Mac zu bezeichnen, ist nicht richtig, obwohl das unglückliche Modell eine Zeitlang als Macintosh XL zu haben war. Ein Jahr vor dem Mac auf den Markt gekommen, präsentierte Lisa sich als Bürorechner der Zukunft. In einem kaum beachteten Werbespot schlendert etwa ein damals noch recht unbekannter Schauspieler namens Kevin Costner an einem offensichtlich freien Tag in sein sonnendurchflutetes Büro, um eben mal schnell noch ein paar Arbeiten zu erledigen, die dank fortschrittlichem Apple-Computer reines Freizeitvergnügen waren. Kein Vergleich mit dem düsteren Werbespot aus dem Jahr 1984, der Furcht auslösen und auf die Rettung hoffen lassen sollte.
 

Heute noch auf Youtube zu finden: Der damals noch kaum bekannte Kevin Costner tanzt nicht mit dem Wolf, sondern mit einem Hund in ein sonntäglich verwaistes Büro, in dem eine Lisa auf ihn wartet.
Vergrößern Heute noch auf Youtube zu finden: Der damals noch kaum bekannte Kevin Costner tanzt nicht mit dem Wolf, sondern mit einem Hund in ein sonntäglich verwaistes Büro, in dem eine Lisa auf ihn wartet.

Antwort vom 11. Dezember

Eddy Cue trägt bei Apple den offiziellen Titel Senior Vice President of Internet Software and Services. Damit ist er für den iTunes Store ebenso verantwortlich wie für Siri, Maps oder eben iCloud. Die beiden anderen genannten Senior Vice Presidents sind für weltweites Marketing (Schiller) und die Software-Entwicklung (Federighi) zuständig.

Der High-End-Rechner Lisa scheiterte vor allem am stolzen Preis von rund 10.000 US-Dollar – und fehlender Software. Der nur 2.500 US-Dollar teure Mac machte Lisa bald obsolet. Auf den ersten Blick sieht Apple Lisa wie ein Vorgänger des Mac aus, was die Form des Rechners betrifft und vor allem die grafische Benutzeroberfläche. Doch arbeiteten Anfang der achtziger Jahre zwei Teams unabhängig an Lisa und Mac. Letzterer war zunächst ein Projekt des Ingenieurs Jef Raskin, der unbedingt einen Computer entwickeln wollte, der weniger als 500 US-Dollar kostete. Erst als Steve Jobs - seinerzeit aus dem Lisa-Team vergrault – in der Entwicklung des Mac seine Berufung fand, änderten sich nach und nach die Spezifikationen. Billig war auch der Mac nicht, aber deutlich preisgünstiger als Lisa, deren zweite Version Apple ab dem Jahr 1985 als Macintosh XL vermarktete. Auch diesem Zug blieb der Erfolg verwehrt, obwohl der Macintosh XL mit Hilfe des Emulators Mac Works das Betriebssystem des Mac ausführen und auf diese Weise neue Programme nutzen konnte.
Offiziell steht Lisa bei Apple für „Local Integrated Software Architecture“, doch dürfte an dem Rechner einfach der Projektname hängen geblieben sein. Vermutlich ging dieser auf die Tochter eines der Entwickler zurück, wohl aber nicht auf die 1978 unehelich geborene Jobs-Tochter Lisa Brennan-Jobs. Dass die technische Bezeichnung dem Rechner offenbar erst nachträglich verliehen wurde, war Auslöser eine Scherzwortes im Silicon Valley. Bei Apple habe es geheißen: „Lisa - Let's invent some acronyme“. Die wie Blei in den Regalen liegenden Exemplare zog Apple im Jahr 1989 aus dem Verkehr und vergrub mehrere tausend Rechner in einer Müllhalde in Utah – aus steuerlichen Gründen.
 
Die Frage:  
Da Vinci mir zu Weihnachten bessere Wortspiele, aber heute haben wir es nicht nur mit Lisa zu tun. Steve Jobs’ leibliche Schwester heißt nämlich tatsächlich Mona. Welchen Nachnamen trägt die Schriftstellerin?
 
a.     Simpson
b.     Flanders
c.     Burns
 
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