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12-Zoll-Macbook wiegt weniger als ein Kilo

09.03.2015 | 20:13 Uhr |

Das Macbook ist zurück! Apple stellt ein 12-Zoll-Modell vor und streicht dn Beinamen "Air", obwohl es sogar leichter ist als das 11-Zoll-Macbook Air. Das neue Notebook kommt mit neuester CPU-Technik, einem Retina-Display und einem neuartigen Trackpad. Aber es fehlt auch etwas ...

... es fehlt: ein Lüfter! Erstmals baut Apple ein lüfterloses Notebook. Möglich macht es der Intel Core-M-Prozessor, der extrem stromsparend arbeitet und deswegen kaum Wärme entwickelt. Das Aluminium-Gehäuse des Macbook ist somit in der Lage, den Chip ohne zusätzlichen Lüfter ausreichend zu kühlen. Dennoch soll der Dual-Kern-Prozessor zusammen mit dem integrierten Grafikkern "Intel HD Graphics 5300" genug Leistung liefern, um OSX 10.10 und alle modernen Anwendungen in ausreichender Geschwindigkeit auszuführen.

Retina-Display

Erstmals verbaut Apple in einem so leichten Notebook ein Retina-Display. Es löst 2304 mal 1440 Punkte auf. Das Seitenverhältnis liegt bei 16:10, bietet also in der Höhe etwas mehr Platz als das 11-Zoll-Air-Modell, das mit 16:9-Bildschirm kommt.

Neues Trackpad ohne Mechanik

Ganz neu ist das integrierte Trackpad, das Apple "Force Touch" nennt. Es beinhaltet nun keinen mechanischen Taster mehr, stattdessen nutzt Apple vier Kraftsensoren an den Ecken des Trackpads, die auf Druck reagrieren. Damit man trotzdem ein haptisches Feedback bekommt, wenn ein Tastendruck angenommen wurde, befindet sich unter dem Trackpad ein kräftiger Elektromagnet, der das gesamte Trackpad zu kurzen Schwingungen anregt. Das soll sich laut Apple wie ein echter Tastendruck anfühlen, hat aber den Vorteil, das man an jeder Stelle des Trackpads drücken kann, nicht nur im unteren Bereich, wie bei den bisherigen Trackpads.

Außerdem bietet Force Touch noch eine Zusatzfunktion, die ausgelöst wird, wenn man nach einem Tastendruck noch etwas kräftiger drückt. Hier kann man beispielsweise markierten Text sofort in Wikipedia nachschlagen, oder sich die Karte zu einer markierten Adresse anzeigen lassen. Wie sich das neue Trackpad im Alltag bewähren wird, dürfte erst ein Praxistest zeigen.

Auch die Tastatur hat Apple verbessert. Sie geht nun über die gesamte Breite des Geräts, bietet also normal große Tasten. Auch ist sie weiterhin beleuchtet, inzwischen kommt für jede Taste eine eigene weiße LED zum Einsatz. Die Tasten sind flacher geworden und mit einer neuartigen Mechanik ausgestattet, die ein besseres Schreibgefühl vermitteln soll.

USB 3 Typ C

Ebenfalls neue Wege geht Apple bei den Schnittstellen. Es gibt nur noch zwei Anschlüsse. Der bewährte 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für analoge Kopfhörer und optisch-digitale Audio-Verbindungen ist weiter mit an Bord. Er kann auch die Mikrofone von iPhone-Ohrhörern nutzen.

Daneben gibt es nur noch einen einzigen weiteren Anschluss: USB 3 Typ C. Hiermit wird der interne Akku geladen und per Adapter lassen sich USB-Geräte und sogar analoge (VGA) und digitale externe Monitore (HDMI, Displayport) anschließen. Zu diesem Zweck gibt es jeweils optionale so genannte Multiport-Adapter . Steckt man einen solchen Adapter in den USB-Typ-C-Port, erhält man auf der anderen Seite drei Anschlüsse: Wieder eine USB-Typ-C-Buchse, um das Ladegerät anzuschließen, dann einen normalen USB-3-Anschluss für Massenspeicher oder andere USB-Geräte und schließlich wahlweise einen VGA- oder HDMI-Ausgang. Die erhältlichen Multiport-Adapter kosten 90 Euro. Auch Displayport (1.2) gibt es. Damit kann man sogar einen externen 4k-Monitor in voller Auflösung an das Macbook anschließen. Auch Ethernet ist möglich, hier muss man aber schon zwei Adapter zusammenstecken, einmal einen Multiport-Adapter und in dessen USB-3-Port dann Apples USB-nach-Ethernet-Adapter (von Apple derzeit maximal 100BaseT). Schön ist das nicht, zumal man auf Thunderbolt wohl komplett verzichten muss, was sicherlich am meisten schmerzt, denn hier gäbe es einige schöne Lösungen (Thunderbolt-Docks), die viele Anschlüsse in sich vereinen.

Positiv: das Ladegerät bietet nun ebenfalls einen USB-Typ-C-Anschluss. Das Kabel zum Macbook ist also nicht mehr fest am Ladegerät angeschlossen, es lässt sich leicht gegen längere oder auch kürzere Kabel austauschen. Wenn sich USB-3-Typ-C flächendeckend durchgesetzt hat wird es hier sicher auch preiswerte Kabel von Drittanbietern geben.

An drahtlosen Technologien gibt es Bewährtes: Wlan 802.11ac und Bluetooth 4.0.

Akkulaufzeit

Viel Platz für Akkus ergibt lange Batterielaufzeit. So hat sich Apple das gedacht und nennt zehn Stunden Laufzeit im normalen Betrieb respektive neun Stunden beim drahtlosen Surfen im Netz.

Konfigurationen und Preise

Apple bietet zwei Basiskonfigurationen des 12-Zoll-Macbook an. Die Einstiegsvariante kommt mit einem 1,1 GHz Prozessor, 8 GB RAM und 256 GB SSD-Speicher und kostet 1450 Euro . Die besser ausgestattete Variante bietet 1,2 GHz Taktfrequenz, ebenfalls 8 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher. Sie kostet 1800 Euro . Gegen Aufpreis bekommt man einen 1,3-GHz-Chip, damit ist aber auch schon Schluss mit Optionen, denn mehr RAM oder mehr SSD-Speicher ist bislang nicht konfigurierbar.

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