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13. Dezember: Apple Quicktake

13.12.2013 | 00:00 Uhr |

Was hat Apple nicht schon alles selbst produziert? Monitore, Drucker, PDAs und sogar eine Digitalkamera war mal im Angebot. Die hat Apple aber wohl mit dem falschen Partner gebaut.

Der Fall Nokia zeigt, dass groß gewordene Firmen nicht für ewige Zeiten den Markt dominieren können, Wirtschaftsexperten schätzen die durchschnittliche Lebensdauer erfolgreicher Firmen auf vierzig Jahre. Insofern hätte Apple nur noch wenig Zeit, um sich komplett neu zu erfinden. Überdurchschnittlich lang hielt es Eastman Kodak aus, bereits 1895 wurde die Firma in das Unternehmensregister eingetragen. Viele Jahrzehnte machte der Fotografiespezialist beste Geschäfte, bis er von der Digitalisierung überrollt wurde. Im Janaur 2012 stellte Kodak einen Insolvenzantrag, erst im September dieses Jahres wurde das Unternehmen aus dem Gläubigerschutz entlassen. Die Zukunft bleibt höchst ungewiss, so ziemlich alles von Wert hatten die Insolvenzverwalter verflüssigen müssen, um die Milliardenschulden des Konzerns zu begleichen.

Antwort vom 12. Dezember

Mona Simpson ist die gut zwei Jahre jüngere leibliche Schwester von Steve Jobs, kennen gelernt hat sie ihren Bruder erst, als beide erwachsen waren. Ihr Roman „A Regular Guy“ zeichnet ein literarisches Porträt von Steve Jobs. Das Buch ist nur auf englisch erhältlich, auch in Apples iBookstore


Apple hatte im Laufe des Verfahrens prozessiert, denn der Mac-Hersteller erhebt Ansprüche auf einen Teil des geistigen Eigentums von Kodak. Ironischer Weise hatte nämlich der an der Welt der digitalen Fotografie gescheiterte Konzern zusammen mit Apple eine erste taugliche Digitalkamera für die Massen entwickelt und als Apple Quicktake 100 im Jahr 1994 auf den Markt gebracht. Aus heutiger Sicht klingen die technischen Daten abenteuerlich: Bilder nahm die Kamera mit einer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln bei einer Farbtiefe von 24 Bit auf, immerhin acht Fotos ließen sich auf der Quicktake speichern. Eine Vorschau der Bilder war nicht möglich, angesichtig wurde man der Fotos erst nach der per seriellem Kabel erfolgten Übertragung auf den Mac. Dennoch bedeutete die Quicktake einen der ersten wichtigen Schritte in Richtung Digitalisierung der Fotografie. Allein in der Chefetage von Kodak hatte man keinerlei Ambitionen, den Weg weiter zu verfolgen, mit CCDs (charge coupled devices) bannen doch nur Spinner das Licht. Apple war seinerzeit wegen einer enormen Produktdiversifizierung in Schieflage geraten, nach Steve Jobs’ Rückkehr konzentrierte sich das Unternehmen wieder auf seine eigentlichen Qualitäten. Das Joint Venture mit Kodak schlief ein und dämmerte dem Vergessen entgegen, bis Kodak seine Patente zu Geld machen musste. Apple war mit der Quicktake womöglich nur ein paar Jahre zu früh dran – oder hatte den falschen Partner gewählt. Andererseits hat es Nokia auch wenig geholfen, mit Carl Zeiss den mutmaßlich besten Zulieferer von optoelektronischer Technik für seine Lumia-Smartphones gehabt zu haben...
 
 
  Die Frage:
 
Die Physik hinter der digitalen Fotografie (CCD) hat im Jahr 2009 ihren Entwicklern den Nobelpreis für Physik beschert. Wie hießen die beiden Laureaten?
 
a.     Willard Boyle und George Smith
b.     Charles und Kuen Kao
c.     Peter Higgs und Francois Englert
 
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