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14. Dezember: Die Rückkehr des verlorenen Sohns

14.12.2014 | 00:00 Uhr |

Gil Amelio hätte wissen müssen, dass er seinen Nachfolger zu Apple zurück holte. Womöglich war der Auftritt deshalb so wirr.

Gestern hatten wir bereits über das Präsentationsgenie Steve Jobs gesprochen, der Keynotes zur WWDC, der Macworld Expo oder Special Events zu Kulten werden ließ. Wie man es nicht macht, erlebte Jobs hingegen von seinem Vorgänger als Apple-CEO Gil Amelio. Als die Macworld Expo im Januar 1997 anstand, war Jobs zusammen mit seiner Gründung Next Computers gerade erst zu Apple zurückgekehrt. Was er da machen sollte und worum es eigentlich genau ging, das hätte an sich Amelio verraten müssen. Wie Steve Jobs sich später gegenüber seinem Biographen Walter Isaacson erinnerte, sei ihm das gar nicht gelungen.

Die Antwort zur Frage vom 13. Dezember

London, 25. Mai 2013, gegen halb zehn Uhr Ortszeit. „Robbbääään!!!“ schallt es durch die TV-Übertragungen, als der von Franck Ribery auf Arjen Robben vorgelegte Ball an Roman Weidenfeller vorbei zum entscheidenden Tor kullert. Den langen Pass hatte Jerome Boateng auf Ribery geschlagen.

Weit über zwei Stunden dauerte das wirre Programm, Jobs und der ebenfalls zur Keynote gebetene Steve Wozniak waren nicht in die genauen Abläufe der Veranstaltung eingeweiht. Die Sache war auch reichlich komplex: Mit Next hatte Apple vor allem ein neues Betriebssystem einkauft, Open Step, das bei Apple zu OS X wurde. Den Weg dahin versuchte Amelio verzweifelt zu skizzieren, kaum einer verstand aber, was denn nun mit Copland würde, wie es in System 8 aufginge und was man unter den Begriffen Gershwin, Rhapsody und Yellow Box zu verstehen habe. Dazwischen waren immer wieder Kurzauftritte Prominenter eingestreut (Jeff Goldblum, Muhammad Ali, Peter Gabriel und per Videobotschaft Douglas Adams) und zudem war die schlechte Nachricht eines immensen Quartalsverlustes einzustreuen. Der Höhepunkt der Show war dann endlich der Auftritt von Steve Jobs, der zunächst als externer Berater dem Projekt „Wir machen aus Open Step ein Mac-Betriebssystem“ beistehen sollte. Oder doch als Festangestellter? Das wusste keiner so Recht, aber der Macwelt-Chronist vor Ort in San Francisco erkannte, was die Rückkehr des verlorenen Sohns für Apple bedeuten würde: „Schon lange nicht mehr war bei einer Apple-Veranstaltung so eine Begeisterung zu spüren gewesen wie dieses Jahr in San Francisco. Steve Jobs wurde gefeiert wie ein Heiland. Er war erschienen, um Apple zu retten, von einem Fluch zu erlösen. Auf Tatsachen beruhen die Begeisterungsstürme der Mac- Gemeinde nicht. Gefeiert wurden Träume, die Illusion, daß der Mac und damit man selbst besser sei, moderner und den anderen überlegen. Der Mac gegen den Rest der Welt, Don Quichote gegen die Windmühlen – Gil Amelio weiß, wie er mit seiner Gemeinde umzugehen hat.“

Aber vor allem wusste Steve Jobs, dass er eine derart wirre Veranstaltung nicht mehr erleben wollte. Amelios Auftritt bei der Macworld Expo 1997 in San Francisco sollte sein letzter als Apple-Chef sein.

In Steve Jobs’ Abwesenheit hatte Apple drei CEOs. Den letzten, Gil Amelio, löste Jobs nach einer Interimsphase ab. Der erste, John Sculley, beförderte Jobs aus dem Amt. Wie hieß der in der Mitte?

 

1.)   Mike Markkula

2.)   Jean-Louis Gassée

3.)   Michael Spindler

 

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