1869255

15. Dezember: iPhone

15.12.2013 | 00:00 Uhr |

Von Steve Jobs heißt es, er habe Produkte visioniert, von denen die Kunden noch gar nicht wussten, dass sie die brauchen würden. Mit dem iPhone hat er exakt den Geschmack des erstaunten Publikums getroffen.

„Heute werden wir drei revolutionäre Geräte vorstellen. Ein Telefon, einen iPod mit Touchscreen und ein bahnbrechendes Internetgerät.“ Steve Jobs war zum wesentlichen Punkt der Keynote zur Macworld Expo gekommen, am 9. Januar 2007 im Moscone Center in San Francisco. Im Vorfeld einer jeden Macworld kursierten Gerüchte über neue Produkte, die mal präziser, mal vager waren. Gegen Ende des Jahres hatte die Szene immer lauter von einem Apple-Smartphone gemunkelt, das gemäß der Nomenklatur ja wohl nur iPhone heißen könnte. Von einer neuartigen Bedienung per Berührung war die Rede, von einem iPod, der telefonieren konnte. „Ein Telefon, einen iPod, ein bahnbrechendes Internetgerät,“ wiederholte Jobs noch zweimal, ehe der letzte im Publikum verstand, dass der Apple-CEO in den nächsten Minuten keineswegs dire Geräte aus der Hosentasche ziehen würde. „Wir haben das alles in einem Gerät. Und wir nennen es iPhone. Und so sieht es aus.“ Die Spannung im Moscone Center löste sich in einen kollektiven Lachanfall, denn auf die Leinwand projizierte Jobs eine Fotomontage eines aktuellen iPod, dessen Clickwheel einer Wählscheibe mit Buchstabenzuordnung gewichen war. Nein, das iPhone sah natürlich ganz anders aus, wie er nach dem obligatorischen Griff in die Hosentasche zeigte.

Antwort vom 14. Dezember


Oliver „Titan“ Kahn hat in seiner letzten Bundesligasaison nur 21 Gegentore kassiert. Die erste Antwort war also richtig. Das Element Titan hat in seinem Kern 22 Protonen und somit die Ordnungszahl 22. Die zweite Antwort war also auch richtig. Und im Jahr 1912 sank die Titanic. Selbst die dritte Antwort war richtig: Wir haben mal wieder eine Frage in unseren Adventskalender geschmuggelt, bei der alle Antworten gelten. Manchmal sind wir ganz schön fies...

 

Schräger Spaß, aber nicht wenige hatten mit einem Apple-Telefon gerechnet, das sich per Clickwheel bedienen lässt. Der 3,5-Zoll große Touchscreen war ein absolutes Novum
Vergrößern Schräger Spaß, aber nicht wenige hatten mit einem Apple-Telefon gerechnet, das sich per Clickwheel bedienen lässt. Der 3,5-Zoll große Touchscreen war ein absolutes Novum
© Apple

Drei Geräte in einem

Ein erstes Gerücht, Apple würde an einer Kombination aus iPod, Telefon und PDA arbeiten, war im Sommer 2002 an die Öffentlichkeit gelang. Nicht nur wir taten das als Gerede ab und waren der Überzeugung, Apple setzt auf eine Softwarestrategie zur Stärkung des Mac und baut neben dem iPod keine weiteren iDevices (Kommentar: Frommer Wunsch iPhone)), doch genau um diesen Zeitraum herum muss bei Apple die Überzeugung gereift sein, man könne aus den Prototypen des Tablet-Mac ein Telefon bauen. Die technischen Voraussetzungen waren gegeben, aber die vorhandenen Lösungen überzeugten nicht. Zwar hatten die dominanten Unternehmen des Mobilfunkmarktes bereits damit angefangen, Computer und Telefon zu verschmelzen, die in der ersten Hälfte der Nullerjahre verfügbaren Smartphones hatte alle einen entscheidenden Fehler. Entweder war der Bildschirm wegen der festen Tastatur zu klein. Oder das Smartphone zu dick, weil die Tastatur noch unter den Bildschirm geschoben werden musste. Oder gänzlich unbedienbar, weil der Eingabestift schon wieder verloren gegangen ist. Meist waren die Konzepte aber unvereinbar und man schleppte in der Laptoptasche noch ein PDA, ein einfaches Handy und den iPod mit sich herum.

Ohne Stift, fast ohne Knopf

Genüsslich führte Steve Jobs die aus seiner Sicht Fehlkonstruktionen vor, die Anfang 2007 den Markt beherrschten und verwies öfter als einmal darauf, dass das iPhone nur mit einer einzigen Taste auskäme: Der Home-Taste. So hat man den kompletten Platz für einen berührungsempfindlichen Bildschirm, den man nun sehr gut mit den zehn Werkzeugen bedienen kann, die man an sich hat, den Fingern. „Who needs a Stylus?“, schmähte Jobs den Ansatz der Konkurrenz.

Von der Konkurrenz unterschätzt

„Wir haben das übrigens alles patentiert,“ versicherte Jobs dem erstaunten Publikum, das in den Jahrzehnten zuvor schon viele revolutionäre Techniken Apple hat einsetzen sehen, welche schnell von der Konkurrenz kopiert wurden. Davor ist Apple auch beim iPhone nicht gefeit, anders als in den Achtzigern und Neunzigern aber gut genug für langwierige Rechtsstreitigkeiten aufgestellt, die eine ganze Weile lang einen zeitlichen Vorsprung vor der Konkurrenz aufrecht erhalten lassen. Microsoft-CEO Steve Ballmer hielt das iPhone etwa für eine Totgeburt und muss sich sieben Jahre später zum Ende seines Regnums in Redmond eingestehen, sein Konzern habe den Smartphonemarkt komplett falsch eingeschätzt. Hardwarehersteller rätselten, wie Apple einen derart großen Bildschirm einen Tag oder länger mit Strom versorgen konnte und waren bass erstaunt, dass das Innere des iPhones vor allem aus einem für damalige Verhältnisse riesigen Akku bestand. Zudem verzichtet Apple bei der ersten Auflage noch auf Stromfresser wie einen UMTS-Chip.

Zwei Fehleinschätzungen unterliefen aber selbst Steve Jobs an diesem Dienstagmorgen in Nordkalifornien. Einen Marktanteil von zehn Prozent wolle man mit dem iPhone erreichen und etwa zehn Millionen Geräte pro Jahr verkaufen – derzeit sind es etwa 150 Millionen jährlich. Die zweite Fehleinschätzung hätte Apple aber beinahe den Erfolg gekostet, wäre das Unternehmen nicht ein Jahr später zurückgerudert: Für das iPhone gab es keine Software. Nur Apple war berechtigt, Anwendungen auf das iPhone zu installieren, etwa Mail, Safari, Fotos, iPod und Google-Maps. Alle anderen sollten spezielle Websites und –apps programmieren, mit JavaScript, XML und HTML 5, damit könne man tolle Dinge machen, meinte Jobs. 50 Milliarden App-Downloads später ist Apple klüger.

Die Frage:

Apple brachte das iPhone am 29. Juni 2007 in den USA in den Handel, in Deutschland erst später. Wann genau?

a.     3. Oktober

b.     9. November

c.     15. Dezember

Wer die Antwort weiß, kann sich bis heute um 23.59 Uhr in unser Gewinnspielformular eintragen und ist in der Verlosung für den heutigen Preis.

 

Zu gewinnen gibt es heute:

Gehirnjogging 365 von Modern Games ist ein Spiel mit 365 Rätseln für 365 Tage.

sowie die Triple Trek Ultrabook Tragetasche von Kensington

0 Kommentare zu diesem Artikel
1869255