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18. Dezember: iPad

18.12.2013 | 00:00 Uhr |

Sprachen wir gestern von gescheiterten Tablets, widmet sich unser Adventskalender heute einem gescheiten Tablet, dem iPad.

Es ist das seit der Vorstellung des iPhone mit Abstand meist erwartete und diskutierte Ereignis in der Apple-Welt: Die Vorstellung des iPad hat schon Wochen und Monate zuvor Gerüchte im Minutentakt durch das Internet geschickt, diesmal sogar angeführt vom Konzert der Großen à la New York Times, Washington Post und Fortune.
Bei der Keynote im Yerba Buena Center zeigt Jobs nach einigen einleitenden Geschäftszahlen eine Grafik: Zwischen einem iPhone und einem Macbook steht ein Fragezeichen: das neue Produkt. Wobei die neue Produktkategorie „Weit besser in wesentlichen Funktionen“ sein soll: Browsing, E-Mail, Ansehen von Fotos und Videos, Hören von Musik, Spiele und Lesen von E-Books. Es ist aber kein Netbook. Die seien laut Jobs für jede dieser Aufgaben schlechter geeignet. Das neue Produkt nennt sich iPad.
 

Antwort vom 17. Dezember


Mit Palm kam auch Jon Rubinstein zu HP, hat das Unternehmen aber längst wieder verlassen. Und aus Tablets mit Web-OS wurde auch nichts, HP stellte die Entwicklung im Jahr 2011 kurzerhand ein.

 
 
 
Das augenfälligste Merkmal ist das 9,7-Zoll-Display des neuen iPad. Ein IPS-Panel (In-Plane Switching) kommt hier zum Einsatz. Das ist in dieser Klasse ein Novum, denn IPS-Displays sind vergleichsweise teuer in der Herstellung, liefern dafür aber auch bei spitzen Blickwinkeln stabile Farben. Vor allem Fotos sehen auf dem hellen, spiegelnden Bildschirm besser aus als auf manchem Laptop. Die Hintergrundbeleuchtung arbeitet mit LEDs, die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Punkten. Das sind über fünfmal mehr Pixel als beim damals aktuellen iPhone 3GS.

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und sieht ähnlich aus wie die Bildschirmrückseite des 13-Zoll-Macbook-Pro. In den kaum sichtbaren Bedienelementen findet man exakt dieselben Schalter und Tasten, die man schon vom iPhone her kennt. In der Fachpresse sorgt ein anderes Merkmal schnell für Kritik: Auf USB-Anschlüsse hat Apple verzichtet, was gegenüber den Netbooks als ein Nachteil erscheint. Zwar kann man mit dem optional erhältlichen Camera Connection Kit Fotos und Videos von einer Digitalkamera auf das iPad überspielen, USB-Geräte bleiben jedoch außen vor. Bluetooth ist ebenfalls mit an Bord. Aber erst das iPad 2 wird eine Kamera erhalten, was das iPad bald zum beliebten Skype- und Facetime-Gerät macht.
 

Das sind die wichtigsten Neuerungen


iPad 1 27. Januar 2010, A4-Prozessor (Single-Core), Arbeitsspeicher: 256 MB, Auflösung: 1024 x 768 Pixel, Höhe: 13,4 Millimeter


iPad 2 2. März 2011, A5-Prozessor (Dual-Core), Arbeitsspeicher: 512 MB, Auflösung: 1024 x 768 Pixel, Höhe: 8,8 Millimeter, Kamera auf Vor- und Rückseite

iPad 3 7. März 2012, A5X-Prozessor (Dual-Core, Quad-Core-Grafikeinheit), Arbeitsspeicher: 1 GB, Auflösung: 2048 x 1536 Pixel, Höhe: 9,4 Millimeter, Siri, LTE (nicht für Deutschland)

iPad 4 23. Oktober 2012, Apple A6X (Dual-Core, Quad-Core-Grafikeinheit), Arbeitsspeicher: 1 GB, Auflösung: 2048 x 1536 Pixel, Höhe; 9,4 Millimeter, Lightning-Anschluss, LTE auch in Deutschland, Facetime-HD-Kamera

iPad Mini 23. Oktober 2012, 7,9-Zoll-Display, Auflösung: 1024 x 768 Pixel, A5-Prozessor (Dual-Core), Höhe: 7,2 Millimeter, LTE, Video 1080p/ 720 p, iPad „Maxi“: 5. Februar 2013, iPad 4 mit 128 GB

iPad Air 22. Oktober 2013: Das iPad der fünften Generation wird noch dünner und leichter – und bekommt daher einen neuen Namen, der nicht von ungefähr an die erfolgreichen Macbook Air erinnern soll

iPad Mini 2 22. Oktober 2013: Ebenso bekommt das iPad Mini ein Retina-Dispaly – und den gleichen 64-Bit-Prozessor A7 wie das iPad Air. Nur noch in der Größe besteht ein Unterschied

Der Hauptprozessor im iPad ist brandneu. Apple setzt hier nicht – wie die meisten Netbook-Hersteller – auf einen Intel-Chip, sondern präsentiert seinen ersten eigenen Prozessor: den A4. Beim Prozessor handelt es sich um ein ARM-Design, ähnlich wie es im iPhone zum Einsatz kommt. Der A4 ist ein sogenanntes „System on a Chip“ mit spezialisierten Prozessoren für Grafik und Videowiedergabe. Apple bietet drei verschiedene Größen an: 16, 32 und 64 Gigabyte. Das iPad gibt es darüber hinaus in einer Konfiguration mit SIM-Karten-Slot, und Mobilfunk-Provider legen Tarife für mobile Daten ohne Telefonie auf.

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Der Hype um das neue iPad ist enorm. Die Werbekampagne, die bald weltweit startet, kann sich Apple eigentlich sparen. So zeigt das Wirtschaftsmagazin Economist mit englischem Humor Steve Jobs mit Heiligenschein und einem iPad in der Hand und titelt „The Book of Jobs“. Auf die Titelseiten von Time und Newsweek schafft es das iPad natürlich ebenso wie in alle wichtigeren Nachrichtensendungen.

 
Über einen Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple gelangen 2012 einige interessante Fakten zum frühen Entwicklungsstart des iPad ans Tageslicht. So erinnert sich Apple-Design-Chef Jonathan Ive an erste Prototypen, die aus dem Zeitraum zwischen 2002 und 2004 stammen sollen. Auch mehrere Fotos der frühen iPad-Versionen werden im Rahmen des Rechtsstreits ausgegraben. Auf Grund der damaligen technischen Einschränkungen ist das Gerät aber noch deutlich dicker. Einen Home-Knopf gibt es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht. Dieser Umstand ist wahrscheinlich mit der Zielsetzung von Steve Jobs verbunden, die Geräte so einfach wie möglich zu gestalten und weitgehend auf Tasten zu verzichten. Das Grundprinzip, zugunsten eines Touchscreens auf eine Tastaturbedienung zu verzichten, soll von Jony Ive stammen. Auf den damals von Intel für Mobilrechner entwickelten Atom-Prozessor verzichten die Entwickler ebenfalls. Tony Fadell plädiert für die ARM-Architektur, die einfach, günstig und stromsparend ist.
Viel Wert legt Apple auf die perfekte Größe des iPad, so zählt Jobs noch Ende 2010 zahlreiche Nachteile eines kleineren Formfaktors auf. Nach dem Rundumschlag gegen Android holt Steve Jobs gegen die anrollende Welle neuer Tablets aus. Die meisten dieser neuen Tablets hätten einen Bildschirm mit sieben Zoll – die­se Bildschirme seien zu klein, um Touch-Apps gut umzusetzen, so Jobs. Zu groß im Vergleich zu ultramobilen Smartphones und zu klein für ein richtiges Tablet. Auch eine höhere Auflösung würde hier nicht helfen. Dies seien die Gründe, warum Apple die neue Tablet-Generation für Totgeburten halte und davon ausgehe, dass auch die Konkurrenz in Kürze auf 10-Zoll-Tablets wechseln werde. Nur wenig später wird das kleine iPad Mini zu einem großen Erfolg, trotz oder wegen seines 7,9-Zoll-Bildschirms.
 
 
 
Die Frage:
 
Wann war das iPad in den USA erstmals zu kaufen?
 
a.     1. April 2010
b.     2. April 2010
c.     3. April 2010
 
Wer die Antwort weiß, kann sich bis 18. Dezember um 23.59 Uhr in unser Gewinnspielformular eintragen und ist in der Verlosung für den heutigen Preis.
 
 

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