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Die frühen Jahre des Macintosh

19.01.2009 | 08:34 Uhr |

24. Januar 1984 - Mit dem Macintosh kommt ein Computer in den Handel, der die Branche von Grund auf verändern sollte. 25 Jahre später prosperiert Apple mehr denn je, auf dem Weg dorthin stand das Unternehmen aber mehrmals vor dem Aus. In der Woche vor dem 25. Geburtstag am Samstag blicken wir auf die bewegte Geschichte des Mac zurück.

1984: Ein Stern geht auf

Der große Bruder spricht
Vergrößern Der große Bruder spricht

Der große Bruder spricht über die "Informations-Bereinigungs-Direktive" vor einem willfährigen, gleichgeschalteten und entmündigtem Publikum, in einer grauen und eisigen Welt. Doch die Hoffnung trägt ein weißes T-Shirt, rote Shorts, einen blonden Schopf und in den Händen einen riesigen Hammer. Von Sicherheitskräften verfolgt rennt die junge Frau in das Gehirnwäsche-Ritual des Diktators und schleudert ihren Hammer in die überdimensionale Leinwand. Warum 1984 nicht so werden sollte wie "1984" fragten sich nicht wenige Zuschauer der Übertragung des Superbowl XVIII. In den USA ist das Finale um die Football-Meisterschaft das größte Fernsehereignis des Jahres, wer etwas von sich und seinem Produkt hält, bucht einen der sündteuren Werbespots. Nur wenige dieser Werbefilme werden aber zur Legende wie jener des britischen Regisseurs Ridley Scott, der einen Computer bewarb, der erst zwei Tage später, am Dienstag, den 24. Januar 1984 zum Preis von 2.495 US-Dollar in den Handel kam: Apple Macintosh (128 K) . 20 Jahre später zeigte Apple den Spot in einer am Computer nachbearbeiteten Fassung, in der die Hammerwerferin einen iPod trug. Im Frühjahr 2007 machte eine Parodie des Clips die Runde, in der die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Hillary Clinton die "Big Sister" gab - die Kabbeleien des morgen zu vereidigenden 44sten US-Präsidenten und seiner Außenministerin aus dem Vorwahlkampf sind mittlerweile selbst Geschichte.

Dass die Geschichte des derart beworbenen neuen Apple-Rechners nicht eine ebenso kurze war wie der vergangene Wahlkampf, muss heute, 25 Jahre später, verwundern. Denn geplant war die Maschine ganz anders, als "Rechner für jedermann", der sich unkompliziert und ohne große Einarbeitung bedienen lassen sollte. Zwar hatte Apple mit der von Xerox inspirierten grafischen Benutzeroberfläche das Ziel der Anwenderfreundlichkeit erreicht, mit dem Ladenpreis lag man aber deutlich über den 500 US-Dollar, die das Projektteam um Jef Raskin fünf Jahre zuvor veranschlagt hatte. Aber, um einen der Lieblingssätze des Apple-CEO Steve Jobs hier einzuflechten: "It’s the software, stupid".

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