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20. Dezember: Ja, sind die denn wahnsinnig geworden?

20.12.2014 | 00:09 Uhr |

"Das ist eine Alternative, und wie lieben es, Alternativen zu haben," hieß es 2002 noch zu Intel-Chips. Drei Jahre später...

San Francisco, 6. Juni 2005: Man hätte die buchstäbliche Stecknadel fallen hören können, als Steve Jobs auf die Gerüchte Bezug nahmen, die es im Vorfeld der WWDC gegeben hat. Darin hieß es, Apple wolle den Prozessorlieferanten wechseln – und nicht nur das, die Entscheidung für Intel und gegen IBM würde eine Abkehr von der PowerPC-Plattform bedeuten.

Antwort zur Frage vom 19. Dezember

Die gestrige Frage war ein wenig verzwickt. Europäisch Kurzhaar hätte natürlich niemals ein OS X heißen können. Man stelle sich nur den Spott vor: "OS X Pussycat – cute as never  before...“ „Lynx“ hingegen wäre ein denkbarer Name gewesen, der geisterte auch mehrmals durch die Blogosphäre. Der Luchs ist aber keine Großkatze – und danach hatten wir ja gefragt. Nämlich nach dem Nebelparder, der auf englisch aber „Clouded Leopard“ heißt. Nach Leopard und Snow Leopard vielleicht ein wenig verwirrend und das Wortspiel greift auch nicht, schließlich läuft OS X ja nicht exklusiv in der Cloud. Jetzt sagen Sie natürlich, auch Puma (10.1, 10.8) und Gepard (10.0) seien ja keine Großkatzen? Tja, und da bald Weihnachten ist, lassen wir natürlich alle gestrigen Antworten gelten...

„Ja, die Gerüchte sind wahr. Wir werden innerhalb eine Jahres Macs mit Intel-Prozessoren ausliefern.“ Stille im Saal. Entsetzen beim Errechnen des Datums. „In einem Jahr“ da werde der 6.6.06 sein. Die Zahl des Tiers. Weiteres Grübeln. Verdammt, mögen viele der anwesenden Entwickler gedacht haben, wie bekomme ich meine Software in nur einem Jahr auf die x86er-Architektur von Intel umgebaut? Immerhin wusste Steve Jobs die Skeptiker ein wenig zu beruhigen. Das Mac-OS X, damals aktuell in Version 10.4 Tiger, würde in seiner Intel-Version eine Art von Übersetzer haben. Rosetta würde die für PPC-Chips gedachten Instruktionen so übersetzen, dass die Intel-Prozessoren sie verstünden. Xcode würde nativen Code für die Intel-Chips kompilieren, und zum Testen könne man gleich für 999 US-Dollar einen Intel-Mac-Prototypen im G4-Gehäuse erstehen. Alles halb so wild, bei Apple habe man schon seit einigen Jahren OS X auch für x86er-Chips parallel entwickelt.

Blieb die Frage nach der Motivation. In den Jahren zuvor hatte Apple in seinem Marketing stets die Intel-Chips als langsam verspottet („Snail inside“) und als diese mit höheren Taktraten als die PPCs kamen, auf die kürzere Pipeline der Chips von IBM und Motorola verwiesen, die einen effektiven Geschwindigkeitsvorteil auch bei niedrigeren Taktraten brächten. Alles Schnee von gestern, hieß es nun, was zähle, sei die Effizienz des Prozessors. Sprich: Die PPCs würden immer mehr Strom verbrauchen und Abwärme produzieren, Intel habe das besser im Griff. Und tatsächlich war es IBM nicht gelungen, einen G5-Chip für Notebooks herzustellen. Dass der Trend in Richtung mobil ging, war längst klar. Zudem arbeitete Apple intern bereits an iPad und iPhone, die im Vergleich zu den damals erhältlichen Powerbooks ja noch eine bedeutende Stufe mobiler sind. Ironischerweise sind aber für iPad und iPhone die Chips von Intel nicht effizient genug.

Der Wechsel zur Intel-Plattform lief erstaunlich glatt, ein Jahr später hatte Apple schon seine gesamte Rechnerpalette umgestellt, auf Rosetta kann man seit OS X 10.7 Lion verzichten.

 

 

Steht bald der nächste Plattformwechel an, vom x86er auf ARM? Sieht nicht so aus, aber vor dem Umstieg auf Intel hatte Apple schon eine ähnliche Kehrtwende vollzogen, von 68k auf PowerPC. Welcher Hersteller produzierte die 68k-Chips für Apple?

 

1.)   IBM

2.)   Motorola

3.)   AMD

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