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2007 brachte Revolution der mobilen Betriebssysteme

20.12.2007 | 13:02 Uhr |

Seit Microsoft vor fünf Jahren mit mobilen Betriebsystemen startete hatte sich auf dem Markt kaum etwas geändert. Symbian, Linux, Research in Motion und Windows Mobile dominierten den Smartphone-Markt.

Die Einführung von Apples iPhone in 2007 und die Ankündigung von Googles mobiler Betriebssystem-Plattform Android haben den etablierten Markt aufgemischt. Die Einführung der beiden neuen Plattformen iPhone und Android brachte grundlegende Änderungen für Programm-Entwickler und Mobiltelefon-Industrie. Zwar erreichten laut dem Analyst Chris Hazelton von IDC die Verkaufszahlen von Smartphones in 2006 nur acht Prozent aller verkauften Mobiltelefone, aber der Markt wächst. Für 2007 werden zweistellige Prozent-Raten geschätzt.

Die Industrie rechnet fest damit, dass in allen Industrienationen etablierte Handy-Nutzer zur nächsten Generation der weitaus fähigeren Smartphones umsteigen werden. Außerdem erlauben die Netzbetreiber mehr und mehr Dienste und öffnen neue Möglichkeiten für Webdienst-, Software- und Hardware-Firmen.

Die Mobilnetzbetreiber Verizon und AT&T haben bereits die Erweiterung ihrer Netzwerke angekündigt. Während Verizon mehr Dienste zulassen will, hat das ganze jedoch einen Haken. Verizon hat in der Ankündigung keinen technischen Support für die erweiterten Dienste eingeschlossen. Letztendlich könnte die Arbeit am Kunden hängen bleiben, im Detail auszutüfteln, welche Dienste und welche Software ihre Anforderungen erfüllen kann, warnt Scott Horn, der Chef-Manager von Microsofts Mobil-Kommunikationssystemen.

Der Schwerpunkt der Neuentwicklungen wird die Einbindung von Web-Diensten sein. Laut Microsoft sind viele Mobiltelefonhersteller in erster Linie wegen Diensten wie Hotmail und Live IM an Windows Mobile interessiert. Google bietet eine ganze Palette von kostenlosen Diensten für mobile Plattformen an und hofft, dass sich das Angebot durch Werbeeinnahmen auszahlt. Apple setzt auf Softwareangebote in iTunes zur Erweiterung des iPhones.

Trotz der Vielfalt verschiedener Angebote kann der Kunde nur gewinnen. Horn sagt einen schnell wachsenden dynamischen Markt voraus. Entwickler werden demnach sich nicht auf eine Plattform spezialisieren, sondern stets nach dem größten Angebot mit den niedrigsten Einstiegskosten Ausschau halten.

Horn sieht auch in Zukunft Nischen für alle existierenden Plattformen dank deren Spezialisierungen. Hazelton stimmt dieser Prognose zu: “Die neuen Betriebssysteme bieten mehr Vorteile als Bedrohung für die etablierten Märkte, da sie auf jeden Fall das Interesse an Smartphones stärken werden.“

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