2010 im Jahresrückblick: April
April 2010: Streit um Flash eskaliert, iPhone-Prototyp aufgetaucht
Am 3. April, dem Karsamstag, bringt Apple in den USA endlich das iPad in den Handel. Kaum ein Gerät findet in so kurzer Zeit derart viele Käufer, trotz eines angeblichen Mankos. Doch das Fehlen von Flash sei eher ein Vorteil für das iPad, meint Apple-CEO Steve Jobs und erteilt der Adobe-Software eine deutliche Absage.
US-Verkaufsstart des iPad
Seit dem Karsamstag verkauft Apple das iPad in den USA. Vor dem Apple Store in New York bildeten sich Warteschlangen mit Kunden, die auf den Verkaufsbeginn das heiß erwarteten Gerätes warteten. Die Schlangen waren nicht so lang wie bei der Einführung des iPhone im Jahr 2007, aber die Kunden waren begeistert, nachdem sie das iPad in den Händen hielten.
Der erste Kunde in der Schlange des berühmten Apple Stores in New York war laut Macworld der Münchener Richard Gutjahr. Er hatte seit Karfreitagmittag gewartet und die Nacht vor dem Apple Store verbracht.
Matthew Knell, Dozent an der Universität New York, stand ebenfalls mehrere Stunden in der Schlange an, um das iPad zu kaufen. Er will es als Unterhaltungsgerät und E-Book-Reader nutzen, um zahlreiche Bücher zu ersetzten, die er sonst mit sich herumträgt.
"Es bietet die Möglichkeit Musik, Filme und Bücher in einem kompakten Gerät zu vereinen. Es macht einiges, was Laptops gut können und könnte die Art und Weise ändern, wie wir mediale Inhalte konsumieren," erklärt Knell.
iPod, iTunes und iBooks auf dem iPad
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Die iPads, die nun verkauft werden, haben eine WLAN-Schnittstelle integriert und kosten zwischen 499 und 699 US-Dollar. Das sind umgerechnet etwa 370 bis 520 Euro. Die Speicherkapazität reicht von 16GB bis maximal 64GB. Im laufe des Monats will Apple auch iPad-Modelle mit UMTS-Unterstützung anbieten, die zwischen 629 und 820 US-Dollar kosten.
Branchenkenner gehen davon aus, dass Apple bereits vor dem Verkaufsstart hunderttausende Vorbestellungen erhalten hat. Sie rechnen mit einem Erfolg des neuartigen Gerätes. Die Marktforscher von iSuppli schätzen, dass Apple bis Ende des Jahres 7 Millionen iPads absetzen könnte - diese Prognose dürfte Apple sogar übertreffen.
Erste positive Tests
Positive Testberichte zum iPad heben dessen lange Batterielaufzeit, die gute Multimedia-Unterstützung und die Funktion als E-Book-Reader hervor. Analysten gehen davon aus, dass das iPad Einfluss auf die Bereitstellung von Videos, Nachrichten und elektronischen Büchern haben wird. Kritische Stimmen beklagen, dass das Gerät keine Video-Kamera und USB-Anschlüsse besitzt und Internetvideos im Flash-Format nicht unterstützt.
Viele der wartenden Kunden besitzen bereits Apple-Produkte wie das iPhone oder Macbook.
Apple selbst hat die iPad-App iBooks entwickelt, über die Kunden in elektronischen Büchern stöbern und diese kaufen können. Dazu gibt es den "iBookstore" über den Nutzer elektronische Bücher kaufen können. Diesen Store gibt es zunächst allerdings nur in den USA, deutsche Kunden müssen vermutlich noch einige Monate darauf warten. Zahlreiche Verlage wollen ihre Bücher, Zeitungen und Magazine für das iPad anbieten. Bereits jetzt können Kunden zwischen 1.000 speziell angepassten iPad-Programmen im App Store wählen.
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