2010 im Jahresrückblick: März
März 2010: Warten auf das iPad
Kaum fällt auf, dass Apple im ersten Quartal kein neues Produkt auf den Markt bringt - gebannt wartet die Szene auf das iPad. Derweil gelingt es Charlie Miller erneut, Mac-OS X zu hacken und Apple begibt sich in den Clinch mit dem Smartphonehersteller HTC.
Mac-OS X soll 20 gefährliche Sicherheitslücken haben
Der Sicherheitsexperte Charlie Miller will gleich 20 neue, noch unbekannte Sicherheitslücken in Mac-OS X gefunden haben. Diese Lücken befinden sich laut Miller in der Preview-Anwendung von Mac-OS X, nicht in Open-Source-Bestandteilen. Mit einer manipulierten PDF-Datei könnte man Schadcode in das System einschleusen.
Insgesamt sei das Apple-Betriebssystem durch Drittanbieter, Open-Source-Komponenten und Apples eigene Fehler sehr anfällig. Miller will die Fehler und die Art wie er sie gefunden hat, bald auf der Sicherheitskonferenz Cansecwest vorstellen. Laut eigener Aussage hat Charlie Miller die Fehler gefunden, als er die Anwendungen Preview, Acrobar Reader, Powerpoint und Openoffice mit veränderten PDF-Dateien getestet hat.
Er verwendete das Prinzip des Fuzzings. Mithilfe eines kleinen Skriptes hat er eine PDF-Datei automatisch immer wieder minimal verändert und mit den Programmen geöffnet, um zu testen, wie diese darauf reagieren. Häufig stürzen die Programme ab, gelegentlich zeigt sich aber auch eine Sicherheitslücke, mit der man schädlichen Programmcode in das System einschleusen könnte. Apples Preview sei bei weitem an anfälligsten. Während Preview nach drei Wochen 20 neue Lücken zeigt, sind es bei den anderen Programmen jeweils nur etwa drei bis vier.
Charlie Miller zeigt sich von dieser hohen Anzahl Fehler in Mac-OS X überrascht. Diese hohe Zahl Fehler bei einem vergleichsweise simplen Angriff sei nur dadurch zu erklären, dass Unternehmen wie Apple nicht einmal grundlegende Sicherheitstests mit ihrer Software machen würden.
Miller gilt als Experte für IT-Sicherheit, der immer wieder Lücken in Mac-OS X findet. 2008 hatte er einen Hackerwettbewerb gewonnen, als er ein Macbook innerhalb weniger Minuten knacken konnte.
Snow Leopard - Die Neuerungen im Überblick
Mac-OS X 10.6 bietet viele interessante neue Funktionen. Die Oberfläche ist schneller und mit Verbesserungen an Dock, Exposé und Übersicht auch noch komfortabler geworden. Unser Überblick zeigt alle wichtigen Änderungen
Der Aktivitätsmonitor zeigt zu allen laufenden Prozessen den Typ an. Er unterscheidet dabei Power-PC- und Intel-Code. Außerdem zeigt er, welche Programme im 64er-Modus arbeiten.
Ein Mausklick im Info-Fenster des Finders reicht, um eine Applikation im 32-Bit-Modus starten zu lassen. Universal-Binaries enthalten auch noch Power-PC-Code und lassen sich in der Rosetta-Umgebung starten.
Mit dem Schieber am unteren Fensterrand lässt sich die Icon-Größe ändern. Die Bilder zeigen die Standardgröße 64 Pixel...
... das bisherige Leopard-Maximum 128 Pixel...
... und ein gigantisches neues 512-Pixel-Icon.
Snow Leopard nutzt die großen neuen Icons für dynamische Dokumentübersichten. Man kann jetzt direkt im Finder-Icon ein PDF durchblättern oder einen Film ansehen.
In der Gitterdarstellung für Stapel verwendet Snow Leopard größere Symbole. Reicht der Platz nicht aus...
... erscheint am Rand ein Scrollbalken
Die Fensterübersicht Exposé ordnet die Miniaturen nun übersichtlicher an. Im Dock abgelegte Fenster erscheinen etwas kleiner im unteren Bereich des Exposé-Bildschirms.
Safari 4 bietet die Top-Sites, die sich aus Favoriten und häufig benutzten Seiten zusammensetzen. Man kann auch selbst Seiten fest als Top-Sites markieren.
Eine sehr praktische neue Funktion in Vorschau ist die Textmarkierung, die das Layout automatisch analysiert. So lässt sich auch aus mehrspaltigen PDFs der Text richtig kopieren.
Der Player von Quicktime X kann Filme direkt auf Mobile Me und Youtube hochladen. Überschreitet der Film das 10-Minuten-Limit von Youtube gibt es eine Warnung. Man kann den Film dann direkt im Player trimmen.
Mail erlaubt die Einrichtung eines Exchange-2007-Accounts. Adressbuch und iCal können dabei gleich mit konfiguriert werden.
Im Airport-Menü zeigt Snow Leopard auch gleich die Signalstärke mit an, so dass man das beste Netz wählen kann.
Die Windows-Software für Boot Camp unterstützt nun auch HFS-Volumes. Damit kann man unter Windows auf Mac-Volumes zugreifen.
Über die Systemeinstellungen lassen sich Textersetzungen definieren, die zum Beispiel von Mail genutzt werden.
Auf der System-DVD befindet sich im Ordner „Optional Installs“ auch der Installer für die Entwicklungsumgebung Xcode.
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