2010 im Jahresrückblick: Mai
Mai 2010: Das iPad kommt nach Deutschland
Endlich ist das iPad auch in Deutschland erhältlich - und erweist sich als Verkaufsschlager. So kann sich Apple auch wieder um seine Macs kümmern. Ein neues Macbook macht den Anfang.
Neues Macbook mit neuem Akku und neuer Grafik
Nach den Macbook-Pro-Modellen hat Apple nun auch das Einsteiger-Gerät, das weiße Macbook überarbeitet. Heimlich, still und leise tauchte es im Apple Store auf. Optisch ändert sich am neuen Modell im Vergleich zum Vorgänger nichts. Nach wie vor kommt das Gerät in dem weißen Kunststoffgehäuse. Die Innereien hat Apple jedoch aufgefrischt. Unter der Haube ist das Macbook jetzt deutlich näher am kleinsten Macbook Pro als zuvor.
Die Geschichte der Apple-Laptops für Heimanwender beginnt 1999 mit dem iBook. Hier in der Ausführung "Tangerine". Dieses Modell hat einen G3-Prozessor mit 300 MHz und sechs Gigabyte Festplattenplatz.
Im September 2000 ergänzt Apple das iBook um einen Firewire-Steckplatz und erhöht die CPU-Frequenz auf bis zu 466 MHz.
Bereits im Frühjahr 2001 ändert Apple das Design der Einstiegsnotebooks völlig. Die bunten Gehäuse verschwinden, es beginnt die "weiße Ära". Das iBook G3 bietet 500 MHz und kostet mit 1200 Dollar etwa 300 Dollar weniger als der Vorgänger.
Im Herbst 2003 vollzieht Apple den Sprung von G3- auf G4-Prozessoren mit mindestens 800 MHz. Zudem gibt es ein größeres Modell mit 14 statt 12-Zoll-Display.
Im Mai 2006 stellt Apple das Macbook vor. Jetzt arbeiten Intel-Prozessoren in Apples günstiger Laptop-Serie. Dies nimmt der Hersteller zum Anlass für eine Namensänderung.
Das Macbook gibt es neben dem inzwischen klassischen Weiß auch als schwarzes Topmodell.
Im Jahr 2008 gibt es plötzlich zwei Macbook-Serien. Apple stellt das Unibody-Macbook aus Alu vor. Gleichzeitig bleibt das günstigere Kunststoff-Modell im Programm. Das Alu-Macbook hat jedoch nur eine kurze Lebensdauer. Bereits im Frühjahr 2009 benennt Apple es zum Macbook Pro um.
Das weiße Modell bleibt weiter im Programm. Anfang 2009 wechselt Apple zum Nvidia-Chipsatz, der dem Macbook einen Leistungssprung bringt.
Oktober 2009 erfährt das Macbook eine größere Überarbeitung. Das Gehäuse besteht jetzt aus weniger Teilen und ist runder, der Bildschirm wird von LEDs ausgeleuchtet.
So kommt jetzt, wie beim 13-Zoll-Macbook-Pro der neue Nvidia-Grafikchipsatz Geforce 320M zum Einsatz. Im Test zeigt sich dieser als deutlich leistungsfähiger gegenüber dem Vorgänger.
Die Taktfrequenz des Intel Core 2 Duo Prozessors hebt Apple von 2,26 auf 2,4 Gigahertz an. Dennoch soll die Batterie länger durchalten. Apple gibt nun zehn statt sieben Stunden an. Auch dies ähnelt dem aktuellen 13-Zoll-Macbook-Pro.
Die Festplattenkapazität bleibt allerdings bei 250 Gigabyte. Wer mehr will, kann sich als BTO-Option eine 320er oder 500er Platte aussuchen. Hier zahlt man 45, respektive 135 Euro Aufpreis.
Nur zwei Gigabyte Speicher
Auch der RAM-Speicher bleibt bei eher mageren zwei Gigabyte bestehen. Vier Gigabyte gibt es als BTO-Option gegen 90 Euro Aufpreis. Laut Apple kann man den Speicher nur bis vier Gigabyte aufrüsten. Beim Macbook Pro sind es acht Gigabyte. Da die Geräte technisch nah verwandt sind, ist es nahe liegend, dass man auch das neue Macbook bis acht Gigabyte Speicher aufrüsten kann, Apple bietet dies jedoch nicht an.
Den Preis erhöht Apple um volle 100 Euro von 900 auf 1.000 Euro. Daran dürfte der aktuell stark gefallene Euro-Kurs Schuld tragen. Macwelt wird das neue Macbook testen, sobald Testgeräte erhältlich sind.
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