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22. Dezember: iPod

22.12.2013 | 00:00 Uhr |

Der iPod ist jetzt zwölf Jahre alt – und scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben. Doch war das schneeweiße Gerät im Herbst 2001 nur der Anfang einer Revolution

„Apple wird am 23. Oktober ein digitales Gerät vorstellen, das kein Mac ist“, erklärt Apple vor etwas mehr als zwölf Jahren in einer Presse-Einladung zu einer Präsentation in der Town Hall in Cupertino. Die nicht kleine Fraktion, die darauf hofft, Apple würde seinen Personal Digital Assistent Newton in einer modernen und diesmal erfolgreichen Fassung wiederauferstehen lassen, sieht sich von dem zigarettenschachtelgroßen, schneeweißen Musik-Player, dessen Name sich einem nicht sofort erschließt, enttäuscht. Dabei ist die Begründung für die Entscheidung „iPod statt Newton“ von Apple-CEO Steve Jobs klug und berührt die Lebenswelten der nach Cupertino geladenen Pressevertreter.
Denn die Mode der PDAs, die seinerzeit das Unternehmen Palm zu einem Star der Industrie gemacht hatte, ist bereits wieder am Abflauen. In Meetings finden sich wieder vermehrt Notizblöcke und Kugelschreiber auf den Konferenztischen, nachdem es immer mehr PDA-Nutzer vor den digitalen Umsetzungen ihrer Eingaben auf Palm und Co gegruselt hatte. Musik geht aber immer, und das nicht mehr nur auf der Stereoanlage im Wohnzimmer, sondern auch auf dem Rechner im Büro und anderswo.

Antwort vom 21. Dezember

Den Mac Mini hat Apple zuletzt im Herbst 2012 überarbeitet und den damals aktuellen Intel-Chip der Ivy-Bridge-Baureihe eingesetzt. Eine Haswell-Version des Mac Mini gibt es nicht und wird es vermutlich auch nicht mehr geben, das nächste Upgrade könnte im Sommer oder Herbst 2014 erfolgen.

Es ist die Zeit von Napster, die Musik gerade zu einer inflationären Ware macht. Waren Tauschbörsen nun legal, illegal oder die Antwort auf diese Frage völlig egal? Musik ist so beliebig verfügbar geworden, dass man für eine Stunde Streifzug durch digitale Download-Welten eine ganze Woche gebraucht hätte, um die auf die Festplatte gebannten Dateien auch nur einmal anzuhören. Und besteht nicht andererseits der Wunsch, die mühsam über Jahre und Jahrzehnte erworbene CD-Sammlung auf seinem Rechner zu lagern und überall hin mitzunehmen, jetzt, da Speicher gemäß des Moore’schen Gesetzes so günstig geworden ist, dass sogar der iMac mit einer riesigen 40-GB-Festplatte erscheint?
 
Den mobilen digitalen Musik-Player hatten vor Apple schon andere erfunden. Apple verfolgt um die Jahrtausendwende die Vision eines digitalen Lebens, in dem der Mac im Zentrum steht, als Speicherort und Verwaltungsmaschine für digitale Inhalte aller Art. Der Mac als Digital Hub. Relativ spät – erst zu Beginn des Jahres 2001 – beginnt Apple damit, seine Rechner mit CD- und DVD-Brennern auszustatten. Apple wäre aber nicht Apple, wenn es sich nicht durch die Software von der Konkurrenz abheben würde. Daten-CDs brennen, einfach im Finder DVDs erstellen: Dafür gibt es eine simple Software namens iDVD! Die Fotosammlung kommt in iPhoto und die Musik in iTunes. Apple hat die Jukebox-Software erst kurz zuvor übernommen, als sie noch Soundjam hieß und sich offenbar erst kurz vor der Keynote im Januar 2001 für den Namen entschieden. Denn einmal rutscht Steve Jobs der Projektname „iMusic“ heraus.
 
Dass iTunes aber weit mehr sein wird als eine Datenbank für selbstgerippte CDs (Rip. Mix. Burn.), offenbart Apple im Oktober 2001 mit dem iPod. Denn die Software ist die Lösung für ein grundlegendes Problem, das alle anderen konkurrierenden Player wie Archos' Jukebox-Reihe viel zu kompliziert macht. Mit Mini-Display und Mini-Tasten ist auf diesen Geräten die Verwaltung tausender Songs eine Qual, das Erstellen einer Abspielliste recht mühsam. iTunes übernimmt die Aufgabe, 5 GB an Musik oder eben die in der Werbung vermarkteten 1000 Songs auf einem mobilen Gerät mit einem winzigen Bildschirm und ohne Tastatur zu verwalten. Sortiert sind die Titel hierarchisch, nach Kategorien wie Genre, Album, Interpret und Titel. Dann braucht es nichts weiter als ein Scrollrad und vier Tasten für den Musikgenuss. Im Hintergrund auf dem Mac sorgt eine mächtige Zentrale für Nachschub. Das Problem der Geschwindigkeit bei der Datenübertragung hat Apple schon zuvor mit der schnellen Schnittstelle Firewire gelöst, die in Zusammenarbeit mit Sony entsteht. Während es ein quälend langsamer Prozess ist, 5 GB per USB 1.0 zu transferieren, sind die 5 GB in passabler auf den iPod überspielt. Zumal iTunes den iPod inkrementell aktualisiert und so nicht jedes Mal komplette 5 GB über die Leitung schaufelt. Hatte man neue Musik in seiner iTunes-Bibliothek, findet man sie automatisch auch auf seinem iPod. Die Tonqualität ist hervorragend, weniger die Leistung des Akkus. Mehr als acht Stunden Nutzungsdauer sind nicht drin.
 
Nach heutigen Maßstäben ist der iPod lange Zeit ein Flop, Apple benötigt fast zwei Jahre, um die erste Million Geräte zu verkaufen. Die Gründe sind vielfältig: Die von 9/11 ausgelöste Wirtschaftskrise ist nur eine Ursache. Vor allem ist der iPod mit einem Preis von fast 1000 Mark nur ein Nischenprodukt für Anwender eines Nischenproduktes – Firewire ist auf Windows-Seite völlig unbekannt. Doch schon mit der zweiten Generation aus dem Jahr 2002, die bereits auf ein berührungsempfindliches und nicht mehr auf ein mechanisches Scrollrad setzt, bahnt sich der Durchbruch an, denn Apple verkauft den iPod auch in einer USB-Version. Ab der dritten Generation von 2003 entfällt der Unterschied, der neu eingeführte Dock-Connector kommt sowohl mit einem USB- als auch mit einem Firewire-Kabel zurecht. Im Jahr 2004 brechen alle Dämme: Hat der iPod vor allen Dingen an Speicherkapazität zugelegt, ist aber nicht günstiger geworden, kommt mit dem iPod Mini der erste iPod für die Masse. In fünf bunten Farben und mit einem Micro-Drive im 1-Zoll-Format anstatt der bisher verwendeten 1,8-Zoll-Festplatten ist der Mini der erste wirklich mobile iPod. Die Festplattengeräte sind in den Jahren seit 2001 zwar wegen der weißen Ohrhörer immer öfter auffällige Begleitung in der Stadt, für den Sport aber nur bedingt geeignet: Die Festplatte schaltet sich bei Erschütterung vernünftigerweise ab, der Pufferspeicher ist irgendwann leer und der Jogger zum Halt gezwungen. Erst Flash-Speicher hat dieses Problem gelöst.
 
Sieht man sich die jüngsten Verkaufszahlen für den iPod an, hält man seine Geschichte auf den ersten Blick für auserzählt. Im dritten Quartal 2013 verkauft Apple nur noch 4,5 Millionen Geräte, 32 Prozent weniger als vor im Jahr zuvor.
 
Auf den zweiten Blick erkennt man: Der iPod ist noch lange nicht am Ende, denn er ist Teil eines weiterhin expandierenden Musikuniversums. Wer iPhone oder iPad immer dabei hat, braucht einen iPod nur noch zu speziellen Zwecken. Etwa zum Joggen den iPod Shuffle, auf den man regelmäßig die 20 zuletzt gekauften Alben spielt. Für den entspannten Musiknachmittag im Garten einen iPod Nano, wenn man sich nicht vom Telefon stören lassen will – der Nano taugt zudem auch prima als Radio für den Fußballnachmittag. In das Auto kommt ein Classic, wenn man es hinkriegt, die zickige Stereoanlage dort zum Empfang der Musik zu überreden. Und wer sein Telefon nur zum Telefonieren haben möchte, kauft zwar kein iPhone, aber für Spiele oder andere Apps einen iPod Touch. Allein von diesen margenträchtigsten iPods hat Apple im vergangenen Quartal drei Millionen Stück verkauft. Insgesamt hat Apple bisher 450 Millionen iPods an die Kundschaft gebracht, dazu rund 400 Millionen iPhones und über 170 Millionen iPads. Sonys Walkman wirkt mit seinen 200 Millionen Exemplaren wie ein Zwerg aus grauer Vorzeit. Das iPhone ist die Verbindung von iPod, „revolutionärem Telefon und bahnbrechendem Internetgerät“, wie es Steve Jobs im Januar 2007 seinem Publikum auf der Macworld Expo 2007 einbläut. Bis einschließlich iOS 4.x zeigte sich das bereits auf dem Display des Smartphones und des iPad: Die App für Musik, Podcasts und Videos hieß „iPod“. Im Zuge der Vereinheitlichung des Systems von iPhone, iPod Touch und iPad heißt die App nun „Musik“. Das mag ein Indiz dafür sein, dass die Marke „iPod“ bei Apple in Zukunft nur noch ein Nischendasein fris­ten wird. Doch was den iPod ausgemacht hat – die einfache Bedienung, der große Speicher und vor allem die Infrastruktur im Hintergrund – ist in ein weit größeres Konzept eingegangen. Und mittlerweile spielt auch die Musikindustrie mit und geht den von Apple eingeschlagenen Weg mit. Digitales Rechtemanagement ist jetzt weitgehend abgeschafft, jeder Apple-Kunde kann seine im iTunes Store und woanders gekaufte Musik im Internet lagern und auf beliebige Geräte des Apple-Universums laden – sofern sie dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und die aktuellen Betriebssysteme laufen haben. Die Geschichte des iPod ist also noch lange nicht auserzählt – sie fängt gerade erst an, richtig spannend zu werden mit den Erweiterungen iPhone, iPad und iPad Mini.
 
 
 
Die Frage:


Seit wann ist im iPod Nano ein UKW-Radio integreirt?
 
a.     Erste Generation, 2005
b.     Dritte Generation, 2007
c.     Fünfte Generation, 2009
 
Wer die Antwort weiß, kann sich bis 22. Dezember um 23.59 Uhr in unser Gewinnspielformular eintragen und ist in der Verlosung für den heutigen Preis.
 
 

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