981647

24 Mac-Jahre: 1986 – Die Basis des Reichtums

03.12.2007 | 00:00 Uhr |

Kaum hatte der Gründer das Unternehmen verlassen, ging es mit Apple bergauf. Jobs verließ den Mac-Hersteller im Groll, aber als reicher Mann. Dass er noch reicher werden sollte, lag an einer günstigen Gelegenheit, die sich ihm im Jahr 1986 bot.

Macwelt-Adventskalender 2007, 3. Dezember
Vergrößern Macwelt-Adventskalender 2007, 3. Dezember
Apple und Pepsi, auch heute noch nahe beisammen: iTunes-Promo aus dem Jahre 2005
Vergrößern Apple und Pepsi, auch heute noch nahe beisammen: iTunes-Promo aus dem Jahre 2005

John Sculley hat unter Apple-Fans auch noch den schlechten Ruf, Jobs aus dem Unternehmen geekelt zu haben. Ihm hat aber Apple seine besten Jahre zu verdanken, zumindest die besten Jahre vor der iMac-, iPod- und iPhone-Ära. Erst als Apples Geschäfte nicht mehr so liefen, ging er 1993 von Bord. Natürlich nicht zu Coca-Cola, zu seinem Vor-Apple-Arbeitgeber Pepsi hatte Sculley gar familiäre Beziehungen, sein Schwiegervater Donald M. Kendall war Präsident von Pepsi und hatte ihn seinerzeit in das Unternehmen geholt. Eastman Kodak stellte John Sculley im Sommer 1994 als Berater an, aber unmittelbar nach Apple ging er zu Spectrum Unformation Technologies, dessen Präsident Peter Caserta war jedoch zweifelhafter Natur, gegen das Unternehmen ermittelte die Börsenaufsicht wegen Kursmanipulationen. Nähere Bekanntschaft mit der Behörde SEC hat letztens ja auch Apple gemacht...

Nur vier der zahlreichen Pixar-Helden
Vergrößern Nur vier der zahlreichen Pixar-Helden

In der letzten Pflichteingabe mit den Bilanzen des Geschäftsjahres 2006/2007 hat Apple berichtet, seinem heutigen CEO Steve Jobs wieder nur einen US-Dollar Jahresgehalt gezahlt zu haben wie es seit dessen Rückkehr vor mehr als zehn Jahren der Fall ist. Warum Steve Jobs so reich ist, dass er für Apple ehrenamtlich arbeiten kann und sogar die ihm gewährten Aktienoptionen nicht versilbern muss, hat seine Ursachen im Jahr 1986. Nach seinem von Sculley erzwungenen Abschied verkaufte Steve Jobs nach und nach seine Apple-Aktien, nach eigenen Angaben erlöste er damit nur 70 Millionen US-Dollar, das Doppelte wäre bei klugen Verkäufen drin gewesen. 70 Millionen US-Dollar sind zwar auch viel Geld, in die Liste der reichsten Amerikaner mit einem geschätzten Privatvermögen von drei Milliarden US-Dollar kommt man damit aber nicht so ohne Weiteres. Aber heute ist der Apple-CEO der größte Einzelaktionär von Disney und bestimmt entscheidend die Geschicke des Medien- und Unterhaltungskonzerns mit. Warum? Weil George Lukas 1986 für eine verdammt teure Scheidung 10 Millionen US-Dollar brauchte. Der Rest ist die Geschichte des Filmstudios Pixar.

George Lucas wäre wohl nie auf die Idee gekommen, die Computerabteilung seiner Effekteschmiede Industrial Light & Magic an den Ex-Chef von Apple abzutreten, wenn er nicht gerade Geld gebraucht hätte, um seine Ex-Frau Marcia auszubezahlen. Jobs und Pixars Technik-Genie Ed Catmull sahen im Computer damals die Zukunft der Bildbearbeitung und Animation, Trickfiguren zum Leben zu erwecken und in Filme zu montieren war vor 21 Jahren aber noch ein sehr mühseliges Geschäft. Pixar entwickelte selbst nach und nach Techniken, um dem Ziel eines abendfüllenden computergenerierten Animationsfilms näher zu kommen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
981647