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24 Mac-Jahre: 1987 – Die Sculley-Prophezeiungen

04.12.2007 | 00:00 Uhr |

Prognosen sind schwierig, vor allem dann, wenn sie mit der Zukunft zu tun haben. John Sculley steht 1987 Steve Jobs kaum etwas in Visionskraft nach. Einiges davon ist auch eingetreten. Begleiten Sie uns weiter auf unserer Zeitreise durch 24 Mac-Jahre.

Macwelt-Adventskalender 2007, 4. Dezember
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Wenn man weiß, dass von 1974 bis einschließlich 2002 jeweils der noch amtierende Weltmeister das FIFA-WM-Turnier eröffnete, war die Antwort auf unsere gestrige Frage leicht herzuleiten. Italien trat als Titelträger von 1982 in Mexiko an, setzte sich nach dem Unentscheiden gegen Bulgarien und dem darauf folgenden 1:1 gegen Argentinien aber schließlich gegen Südkorea durch. Im Achtelfinale war aber gegen Frankreich Schluss. Richtig großen Erfolg hatten die Azzurri erst wieder im letzten Jahr bei einer Fußball-WM.

Die besten Zeiten vor der iZeit erlebte Apple mit John Sculley
Vergrößern Die besten Zeiten vor der iZeit erlebte Apple mit John Sculley

Die erfolgreichsten Zeiten im 20sten Jahrhundert bescherte Apple jedoch sein 1983 von Pepsi gekommener CEO John Sculley. Anderthalb Jahre musste sich Apple um den Manager bemühen, der Legende nach hat schließlich eine Jobs-Vision den Ausschlag für den Wechsel von Küste zu Küste gegeben: „Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen oder wollen Sie die Welt verändern?“, soll Jobs gefragt haben. Sculley änderte zumindest Apple radikal, die Szene spottete, der juvenile, hippe Laden aus dem Silicon Valley sei nun unter die Aufsicht eines Erwachsenen geraten. Eine der ersten Amtshandlungen Sculleys war es, den Verkaufspreis für den Mac um stolze 500 US-Dollar anzuheben, die höhere Marge finanzierte teures Marketing – Superbowl-Spots bekam man ja nicht für lau. Sculley organisierte das ungebremste Wachstum Apples, und als er Steve Jobs aus dem Unternehmen gedrängt hatte, begannen die besten Zeiten Apples mit Nettogewinnen bis zu 520 Millionen US-Dollar pro Jahr (1991/92), der Umsatz stieg auf den Rekordwert von acht Milliarden US-Dollar (1992/93). Zum Vergleich: Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2006/2007 setzte Apple 24 Milliarden US-Dollar um, an Gewinn blieben 3,5 Milliarden US-Dollar in den Kassen Cupertinos. Aber die iZeit ist ja eine andere, wie wir gegen Ende unseres Streifzuges durch die Apple-Geschichte sehen werden. Freilich wollen wir nicht verschweigen, dass Sculley auch mit Auslöser der Krise war, die Apple Mitte der 90er Jahre beinahe die Existenz kostete – dazu mehr nach ein paar weiteren Stationen unserer Reise. In den späten Achtzigern und frühen Neunzigern prosperierte das Unternehmen dank Sculley jedoch. In seine Amtszeit fielen nicht nur die Einführung des Mac – für den er ja nichts kann, war das Projekt doch schon 1979 auf den Weg gebracht worden – sondern auch Produkte wie der Macintosh Portable, System 7 und der Newton – wobei wir streng genommen schon beim entscheidenden Fehlschlag wären. Sculley führte Apple aber auch sicher durch seinen ersten großen Wandel, dem Umstieg auf die Power-PC-Plattform, wenngleich Sculley den ersten Power Mac am 14. März 1994 nicht mehr als Apple-CEO erlebte.

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