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24 Mac-Jahre: 1994 – Apple will sich vermählen

11.12.2007 | 00:00 Uhr |

Sein Spitzname war Diesel: Im Jahr 1994 suchte Apple-CEO Michael Spindler verzweifelt nach Kooperationspartnern und verschätzt sich in der Kalkulation der Nachfrage nach den neuen Power Macs gewaltig. Beinahe wäre der gebürtige Berliner als Apples Totengräber in die Geschichte eingegangen.

Macwelt-Adventskalender 2007, 11. Dezember
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Newton und der Apple-Baum
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Wie Steve Sakomans Frau heißt – so er denn eine hat – haben wir nicht recherchiert, es interessiert uns auch nicht. Und freilich ist es Humbug, Sakoman habe sich seinerzeit auf die physikalische Einheit der Kraft kapriziert, weil der Newton so wenig auf die Waage brachte. Inspiriert war Sakoman aber vom Namensgeber der Einheit, dem Erfinder der Infinitesimalrechnung und „Entdecker“ der Schwerkraft Isaac Newton. Bevor sich Apple einen bunt gestreiften Apfel als Firmensignet verpasste, standen Newton und der sprichwörtliche Apfelbaum Pate.

Apple kann 1994 seine Krise zunächst überwinden, Umsatz und Gewinn steigen wieder. In den Jahren 1996 und 1997 sollte die Krise aber zurückkehren und zu schweren Verlusten führen, erst der iMac brachte 1998 die Wende. Schon seit Jahren ist Apple auf der Suche nach einem starken Kooperations- oder gar Fusionspartner, teilweise ernsthafte Gespräche hatte es seit Ende der Achtziger mit Sun, Eastman Kodak und AT&T gegeben. Allein macht es nicht mehr lange Sinn, meint der CEO Mike Spindler, der im Vorjahr den Posten von John Sculley übernommen hat. Wie jeder neue Besen kehrt er erst einmal kräftig, entlässt große Teile der Belegschaft, senkt die Kosten für Forschung und Entwicklung, verbessert die Profitabilität und steigert den Aktienkurs: Apple war aufgehübscht für eine potentielle Übernahme. Eifrig macht sich Spindler auf die Suche nach Investoren oder Fusionspartnern, ohne Erfolg. Das war besser so, denn Apple hätte in einem fusionierten Konzern definitiv aufgehört, Apple zu sein.

Noch beige: Die dritte von fünf Power Mac Generationen, das Modell aus dem Jahr 1997
Vergrößern Noch beige: Die dritte von fünf Power Mac Generationen, das Modell aus dem Jahr 1997

Einen logischen neuen Mutterkonzern hatte Apple mit IBM. Aus dem einstigen Todfeind war ein Partner geworden, zusammen arbeiteten Apple und IBM an den neuen RISC-Prozessoren, die als PowerPCs und ab dem 14. März 1994 als Kern des Power Mac auf den Markt kamen. Apple und IBM bastelten zudem an einem neuen Betriebssystem, das unter dem Codenamen „Pink“ firmierte und nie das finale Stadium erreichte. IBM bleib fünf Power-Mac-Generationen lang Chip-Lieferant Apples, mal zusammen mit Motorola, dessen 68k-Chips der Power Mac ablöste, mal alleine, wie zuletzt mit dem G5. Mutter Apples wurde IBM aber nicht.

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