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24 Mac-Jahre: 1999 – She Comes in Colours

16.12.2007 | 00:00 Uhr |

Apple treibt es bunt und fällt mit seinen iMacs im Umfeld schwarzer, grauer und beiger Kisten immer mehr auf. Keine zwei Jahre nach dem Power Mac G3 folgt der G4, den Apple stolz als Supercomputer anpreist.

Macwelt-Adventskalender 2007, 16. Dezember
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Jeff Goldblum in „Beige“
Vergrößern Jeff Goldblum in „Beige“

Was haben Peter Gabriel, Douglas Adams und Jeff Goldblum gemeinsam? Richtig – sie sind und waren bekennende Mac-Nutzer und gaben gar der Macworld Expo San Francisco 1998 ihre Aufwartung. In den Werbefilmen Apple für den iMac war aber nur Jeff Goldblum zu sehen und zu hören. Etwa in „ 3 Steps “, „ Drunk “ und „ Beige “.

Apple bringt Farbe ins Spiel
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Beige als Farbe von Computergehäusen hat seit 1999 ausgedient, als Apple die dritte iMac-Revision in bunten Farben vorstellte. Schon der originale iMac war anders und in allen Farben zu bekommen, so sie denn bondi-blue wären. Auf der Macworld Expo San Francisco 1999 zeigte Steve Jobs während seiner Keynote aber, dass der Computer von der einst drögen aber zweckmäßigen Rechenkiste für Büro und Labor nun zu einem Lifestyle-Produkt werden würde. Dabei wurden die iMacs nicht nur lila, rot, grün, orange oder blau, Apple nannte die Geschmäcker (Flavors) der Rechner Tangerine, Strawberry, Blueberry, Grape und Lime. Auch der Desktop-Rechner für Profis wurde bunt. Anstatt wie zuvor einen Tower und einen Desktop (also eine große Pizzaschachtel) dem Kunden als Rechner anzubieten, kam der Profi-G3 im Januar in einem einheitlichen Gehäuse. Das Prinzip, das Apple mit dem G3 „Yosemite“ einführte, gilt heute noch für die auf Erweiterbarkeit getrimmten Modelle. G3, später G4, G5 und Mac Pro lassen sich im Betrieb seitlich aufklappen. Zusätzliche Speichermodule, Erweiterungskarten oder gar Festplatten einzusetzen, ist bis heute völlig unproblematisch. So scheint Apple zu trennen: Consumer, die einen iMac, einen iPod oder ein iBook kaufen – letzterer „iMac to go“ kommt im Sommer 1999 in Blueberry und Tangerine heraus – müssen nicht an die Innereien ihrer Geräte ran, manche würde ein nicht so elegantes Design sogar noch stören. Wer seinen Mac hingegen zum Arbeiten braucht, muss womöglich über Jahre seine Kiste nachrüsten und sei es nur mit weiteren Festplatten.

Power Mac G3 Yosemite: Klappe auf, Mac lebt!
Vergrößern Power Mac G3 Yosemite: Klappe auf, Mac lebt!

Um den iMac herum entwickelt sich eine wahrhaft bunte Zubehörindustrie, USB sei Dank. Hersteller wie Agfa liefern Scanner mit verschiedenen Plastikgriffen in den iMac-Farben aus, Hersteller von Diskettenlaufwerke für den USB-Port erleben eine letzte Blüte mit ihren Geräten in iMac-Farben, so ganz will der Verbraucher auf Floppys nicht verzichten. Sogar für ein Relikt aus der Entwicklung fand sich eine Anwendung: Die Apple-Ingenieure konnten auf einen Steckplatz für Tests nicht verzichten, der Mezzanine-Port war ein vollständiger PCI-Port. Die deutsche Firma Formac wusste das als erste zu nutzen und entwickelte die Karten iPro Raid und iPro Raid TV, SCSI-Steckkarten mit respektive ohne TV-Tuner. Die i-Welt beginnt sich um den Mac zu drehen.

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