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24 Mac-Jahre: 2002 – Halbkugel mit Flachbildschirm

19.12.2007 | 00:00 Uhr |

Die Schreibtischlampe killt den Röhrenmonitor (beinahe), Time Canada plappert ein Geheimnis zu früh aus und mit dem Xserve wagt Apple einen neuen Angriff auf das Server-Business. Das Geschäft entwickelt sich aber nur stockend. Willkommen in einem turbulenten Jahr 2002!

Macwelt-Adventskalender 2007, 19. Dezember
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Fast 150 Millionen iPods
Vergrößern Fast 150 Millionen iPods

Am 9. April 2007 meldete Apple, insgesamt 100 Millionen iPods verkauft zu haben. Im Juni-Quartal und danach auch im September-Quartal gingen jeweils rund 10 Millionen weitere iPods über den Ladentisch. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008, das bei Apple von Anfang Oktober bis Ende Dezember läuft und die umsatzstarke Vorweihnachtszeit umfasst, rechnen Analysten mit bis zu 25 Millionen iPod-Verkäufen . Macht dann bis Ende des Jahres rund 150 Millionen Stück insgesamt.

Von den erfreulichen Zahlen der iZeit war Apple 2002 jedoch noch weit entfernt. Das Geschäft mit iPods lief erst langsam an, erst die im Sommer auf den Markt gekommene zweite Generation war auch optional mit USB-2-Anschluss für Windows-Anwender erhältlich. Zudem erhöhte Apple allmählich die Kapazitäten, nach und nach kamen Modelle mit 10 GB, 15 GB und 20 GB Speicher auf den Markt.

Erstmals überschreitet ein Mac im Jahr 2002 die 1-GHz-Barriere
Vergrößern Erstmals überschreitet ein Mac im Jahr 2002 die 1-GHz-Barriere

Apple steuert im Jahr 2002 zunächst durch ruhiges Fahrwasser, in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2001/2002 weist der Mac-Hersteller 38 Millionen, 40 Millionen und 32 Millionen US-Dollar Gewinn aus. Nichts berühmtes, aber damit kann man leben. Im September-Quartal trifft Apple aber die Flaute: Statt einen Überschuss zu erwirtschaften, fällt das Unternehmen in die roten Zahlen zurück und bilanziert ein Minus von 45 Millionen US-Dollar. Ein weiteres Verlustquartal – ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft – sollte folgen.

Schlank und elegant: Am Formfaktor des Xserve hat sich fünf Jahre lang nichts mehr geändert
Vergrößern Schlank und elegant: Am Formfaktor des Xserve hat sich fünf Jahre lang nichts mehr geändert

Was war geschehen? Mit den Ereignissen rund um den 11. September 2001 war die Rezension ausgebrochen, und die Heilsversprechungen der „New Economy“ erwiesen sich als Seifenblasen. Gerade im Geschäft mit Endverbrauchern geriet Apple in Schwierigkeiten, die „Megahertz-Lücke“ zur Wintel-Konkurrenz war nicht weg zu diskutieren. Sicher, die PowerPC-Chips mussten sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken, die Entwicklung bei Motorola stagnierte jedoch. Erst im Januar 2002 konnte Apple den ersten Power Mac G4 mit 1-GHz-CPU herausbringen. Im Kampf um Geschäftskunden war Apple schon längst ins Hintertreffen geraten. Daran konnte auch der im Mai präsentierte Xserve nichts ändern, trotz der attraktiven Referenzkunden, die der eine Höheneinheit hohe Rackserver ansprach. Die Technische Universität von Virginia hatte zunächst mit herkömmlichen G4s einen 1.100 Knoten umfassenden Cluster gebaut und stieg rasch auf den Xserve um.

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