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24 Mac-Jahre: 2006 – Flotter Umstieg, beschleunigter Schritt

23.12.2007 | 00:00 Uhr |

Intel Inside. Früher als erwartet, legt Apple die ersten Macs mit den neuen Prozessoren vor. Mehr als ein Jahr vor dem ursprünglichen Plan ist der Umstieg abgeschlossen. Zeit, sich um ganz andere Produkte zu kümmern.

Macwelt-Adventskalender 2007, 23. Dezember
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Intels Santa Rosa Chips im Gruppenbild
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Ja, Donnerwetter, Sie haben Recht: Santa Rosa nennt Intel seine jüngste Fassung der Centrino-Plattform, die mittlerweile in den Macbooks und den iMacs eingebaut ist. Santa Rosa ist freilich auch eine Stadt in Kalifornien, mit rund 150.000 Einwohnern. Nach dieser Stadt dürften die Chips benannt sein und nicht nach dem gleichnamigen Bezirk der argentinischen Provinz Mendoza. Sie haben bei der Beantwortung der gestrigen Frage aber nichts falsch machen können…

Intels CEO Paul Otellini
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Der Intel-Switch bestimmte Apples Agenda für das komplette Jahr 2006. Hatte der Mac-Hersteller in seiner Geschichte immer wieder mal Probleme, angekündigte Produkte rechtzeitig auszuliefern, war der Intel-Switch vergleichsweise schnell und schmerzlos. In einem „Bunny-Suit“ betrat Intel-CEO Paul Otelini die Bühne des Moscone Centers und übergab Steve Jobs symbolisch den ersten Wafer: „Wir sind bereit, loszulegen.“ Statt eines Jahres hatten Apple und Intel nur etwas mehr als ein halbes seit der Switch-Ankündigung gebraucht, um den ersten Intel-Mac herauszubringen. Dieser war ein iMac und sah eigentlich genau so aus wie sein Vorgänger, der seit 2004 eine iSight-Kamera im Gehäuse integriert hatte. Wer nun aber den iMac G5 nach September 2004 gekauft hat, musste sich nicht groß ärgern: Zwar arbeiteten statt IBM jetzt Intels Core-Duo-Prozessoren mit bis zu 2 GHz Taktrate in den iMacs und Apples eigenen Benchmarks zufolge war der Intel-iMac zwei- bis dreimal schneller als sein Vorgänger, in der Praxis zeigten sich aber kaum Performance-Unterschiede. Der Grund: PPC-Programme benötigten den Emulator „Rosetta“, der ältere Software auf dem neuen Chip ausführen hilft. Der Umweg kostet Leistung, nur mit nativen Programmen ist der Intel-Mac schneller. Die Praxis-Benchmarks im neuen iLife 06, das Apple als Universal Binary ausliefert, sprechen eine deutliche Sprache. Aber von zwei- bis dreimal schneller kann auch nicht die Rede sein.

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