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3. Dezember: Antennagate

03.12.2014 | 00:00 Uhr |

Wie man einem Shitstorm begegnet und ihm einen Spin gibt, hat auch einmal Apple eindrucksvoll bewiesen

Normalerweise hält Apple am freitags keine Pressekonferenzen oder Special Events ab, Dienstag und Mittwoch sind die bevorzugten Termine, will der Mac-Hersteller sich an die Öffentlichkeit wenden. Am Freitag, den 16. Juli 2010 sah sich Apple aber gezwungen, der Öffentlichkeit seine Sicht auf das darzulegen, was sich in den Wochen zuvor als "Antennagate" entwickelt hatte.

Antwort zur Frage vom 2. Dezember

Wir suchten gestern nach dem Namen des Komponisten Irving Berlin, der unter anderem „White Christmas“ schrieb. Aus der Feder von J. Fred Coots stammt der Klassiker „Santa Claus Is Coming To Town“ und von Cole Porter sind keine Weihnachtsschnulzen überliefert, wohl aber Jazz-Klassiker wie „Night and Day“ oder „I’ve Got You Under My Skin“.
 

Immer häufiger wurden Klagen von Nutzern des iPhone 4, dass Telefonate plötzlich beendet wurden, wenn sie ihr Smartphone in einer bestimmten Art und Weise hielten. Der "Grip of death" überbrückte eine Lücke der außen am Gehäuse angebrachten Antenne und ließ die Qualität der GSM- oder UMTS-Verbindung rapide sinken. Was Steve Jobs zur Erklärung hervorbrachte war nicht ohne Chuzpe: "Wir sind nicht perfekt. Smartphones sind nicht perfekt." Denn wie ein Video zeigte, hätten auch die Smartphones anderer Hersteller Probleme mit dem Empfang, hielt man sie in einer bestimmten Weise. Außerdem zeige die Software des iPhone in der Regel ein schlechteres Signal an, als es tatsächlich der Fall ist, und überhaupt: Nur 0,55 Prozent der Käufer des iPhone 4 hätten sich bei Apple beschwert, die Rückgaberate beim seinerzeit exklusiven US-Provider AT&T sei nur unwesentlich höher. Also nur ein Sturm im Wasserglas? Apple habe schließlich 100 Millionen US-Dollar in sein Antennen-Center investiert, in dem nicht weniger als 16 Doktoren der Physik zusammen mit hunderten weiteren Mitarbeitern an der Empfangstechnik arbeiteten. Immerhin, räumte Apple ein, wer immer noch nicht davon überzeugt sei, erhalte eine kostenlose der von Apple "Bumper" genannten Hüllen für das iPhone 4.
Der Auftritt von Steve Jobs, der dafür extra seinen Sommerurlaub unterbrochen hatte, ist ein klassisches Beispiel für einen Spin der öffentlichen (oder der veröffentlichten) Meinung. Samsung, Nokia und RIM waren zwar wenig begeistert, dass nun auch ihre Geräte in der Schusslinie standen, Apple hatte aber erfolgreich von einem Konstruktionsmangel abgelenkt. Schon die im Frühjahr 2011 erschienene CDMA-Version des iPhone 4 hatte ein anderes Antennendesign, auch das iPhone 5 kommt ohne den Mangel. Steve Jobs wirkte an jenem 16. Juli nicht nur so, als wolle er jemanden auf dem Mond schießen, "Antennagate" kostete tatsächlich dem leitenden Entwickler Mark Papermaster den Jobs, den Apple kurz zuvor erst von IBM losgeeist hatte.
 

 
 
Nicht nur redensartlich wurden am 16. Juli 1969 drei andere Amerikaner auf den Mond geschossen. Während Neil Armstrong und Buzz Aldrin aber tatsächlich auf dem Erdtrabanten spazieren gingen, war ein Dritter nur bis in die Umlaufbahn mitgekommen. Verflixt, wie hieß der gleich nochmal?
 
1.)   Phil Collins
2.)   Michael Collins
3.)   Peter Collins
 
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