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Foxconn weist Gerüchte über massiven Stellenabbau zurück

29.09.2011 | 12:53 Uhr

Foxconn, weltgrößter Auftragsfertiger und privater Arbeitgeber, fühlt sich missverstanden. Berichten zufolge will der iPhone-Bauer in fünf Jahren 30 Prozent der Stellen abbauen und durch Automation ersetzen.Vorspann

Foxconn produziert unter anderem für Apple, HP und Sony.
Vergrößern Foxconn produziert unter anderem für Apple, HP und Sony.

Foxconn, weltgrößter Auftragsfertiger und privatrechtlicher Arbeitgeber mit schätzungsweise 1,2 Millionen Beschäftigten, fühlt sich missverstanden. Berichten zufolge will der iPhone-Bauer in fünf Jahren 30 Prozent der Stellen abbauen und durch Automation ersetzen.

Mitte 2010 kam Foxconn Electronics (Hon Hai Precision Industry), der weltgrößte Elektronikauftragsfertiger (EMS) mit Hauptsitz in Taiwan, auf etwa 940.000 Beschäftigte, ein Jahr später waren es schon 1,2 Millionen.

Wie Foxconn-Chairman Terry Guo Ende Juli 2011 zitiert wurde, will er in drei Jahren einen Teil der Arbeitskräfte (die meisten davon in China) durch eine Million Roboter ersetzen.

Daraus folgten in jüngster Zeit Berichte, dass das Unternehmen in fünf Jahren 30 Prozent der Stellen abbauen will mit dem Ziel, die Zahl der Arbeitsplätze zu ersetzen, die Produktionskapazitäten aber gleichzeitig durch mehr Automation verdoppeln. Foxconn findet die Interpretation irreführend.

Der EMS-Riese hat gerade große Teile der Produktion vom Pazifikspeckgürteln in die Provinz Sichuan, genauer in Großstädte wie den 30-Millionen-Moloch Chongqing verlagert, weil dort weit günstigere Lohnstrukturen locken. Doch wie gerade berichtet, sollen auch da die Mindestlöhne im Januar 2012 angehoben werden. Deswegen schauen sich Foxonn und andere Hersteller auch schon nach anderen Produktionsstätten in Südostasien und Lateinamerika um.

Foxconn fertigt unter anderem fast alle i-Produkte von Apple (iPod, iPhone, iPad & Co.) sowie Fernseher und die Playstation für Sony und vieles mehr. (kh)

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