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3GSM-Kongress: Gesprächsthema iPhone

09.02.2007 | 10:00 Uhr |

Apple ist gar nicht da - und doch werden sie alle reden über Apple. In Barcelona beginnt am kommenden Montag die alljährliche Leistungsschau des weltweiten Mobilfunks: Gerätehersteller, Zulieferer, Dienste-Provider und Netzbetreiber treffen sich hier, um die Trends des Jahres abzustecken.

Apple war allerdings schneller: Touchscreen, intuitives Betriebssystem und nützliche Integration von Karten-Diensten wie Google Maps - jetzt zieht die etablierte Konkurrenz nach.

Nokia etwa macht es ganz anders. Statt auf ein geschlossenes System aus Hard- und Software zu setzen, wie es Apple mit dem iPhone vorhat, hat das finnische Unternehmen ein weiteres S60-Entwicklerpack angekündigt . Series 60 ist ein Symbian-Derivat, das Betriebssystem für Nokias Smartphone-Serien. Mit dem S60 3rd Edition Feature Pack 2 können die entsprechenden Telefone etwa das so genannte Instant Playback lernen, also die Wiedergabe von Mediendateien, deren Download im Hintergrund noch läuft - hoch interessant für den mobilen Podcast-Genuss. Darüber hinaus will Nokia ab 10. Februar die Navigationssoftware Smart2go und entsprechendes Kartenmaterial kostenlos zur Verfügung stellen. Nokia Maps heißt der Dienst dann und wird neben S60 auch S40-Geräte, Pocket PCs und Linux unterstützen. Nach Apple und :LG hat nun auch Samsung ein Mobiltelefon mit Touchscreen angekündigt - es ist das erste mit UMTS- und HSDPA-Unterstützung. Das F700 unterscheidet sich aber durch ein kleineres Display und besitzt eine vollwertige Tastatur, die per Slider-Mechanismus bei Bedarf aus dem Gerät geschoben werden kann. Beeindruckend ist die Anzahl der Medien-Formate, mit denen das F700 umgehen will, darunter auch H.264, die Real-Codecs und eAACplus. Apples Erzrivale Microsoft hat für die 3GSM eine Neuigkeit angekündigt - und musste die Katze vorzeitig aus dem Sack lassen: Windows Mobile 6 wird mit einem neuen Pocket-Office-Paket ausgeliefert, die Online-Dienste "Windows Live" werden integraler Bestandteil des neuen OS für Taschencomputer und Smartphones, mehr Sicherheit verspricht der Hersteller ebenfalls - und baut ein "Selbstzerstörungsfeature" ein. Wer den Zugriff mit einer Sicherheitsfrage sperrt, kann auch festlegen, dass alle Daten auf dem Gerät gelöscht werden, wenn die Frage etwa von unbefugten Dritten mehrmals falsch beantwortet worden ist.

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