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4. Dezember: Macintosh IIfx

04.12.2013 | 00:01 Uhr |

So ein Mac muss gar nicht teuer sein. Heutzutage. In der Apple-Historie hat es aber einen Rechner gegeben, für den man mehr als 20 000 Mark auf den Tisch legen musste.

Das Gerücht über einen Supermac tauchte bereits Anfang 1990 auf. Der Mac IIfx sollte alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Die Macwelt berichtete erstmals in der Ausgabe 4/5 über den Mac IIfx: „Nicht mehr lange muss die Mac-Gemeinde auf einen 33-MHz-Rechner im IIx- Gehäuse warten.

Antwort vom 3. Dezember

Die Spielefans unter unseren Lesern haben gestern keine Sekunde gezögert, Bungie zeigte 2000 auf der Sommer-Macworld-Expo natürlich Halo – und wurde bald darauf von Microsoft übernommen. Starcraft ist schließlich von Blizzard und auf Duke Nukem Forever musste die Szene bis 2011 warten.

Die Workstation mit den Codenamen F19, IIfx und IIxi – wird bis Sommer vorgestellt, wollen Branchenkenner aus den USA wissen. Unter Insidern gehen sogar Gerüchte von 40-MHz-Macs um, die noch in diesem Frühjahr erhältlich sein sollen. Mit einem Nubus ausgestattet, der den Datentransport doppelt so schnell wie der alte abwickelt, dürfte dieser Supermac die Konkurrenz auf dem Workstation-Markt locker abhängen.“

Und so kam es dann auch: Auf der Cebit 1990 stellte Apple mit dem Macintosh IIfx den damals schnellsten Mac aller Zeiten vor. Seine technischen Daten waren beeindruckend: Der 68030-Prozessor von Motorola wurde mit 40 Megahertz getaktet (Intel CPUs kamen damals auf 33 maximal Megahertz), der mathematische Coprozessor 68882 lief ebenfalls mit 40 Megahertz. Zudem setzte Apple einige neue Technologien eine, die die Geschwindigkeit des Systems weiter steigern sollten. Dazu gehörte der spezielle RAM-Speicher, der so nur von Apple erhältlich und entsprechend teuer war. Auch führte der IIfx einen Steckplatz für einen noch schnelleren Cache-Speicher ein. 32 Kilobyte Cache mit 15 Nanosekunden Zugriffszeit waren allerdings sowieso schon an Bord. Eine weitere Besonderheit: Spezielle Chips nahmen dem Hauptprozessor viel Arbeit ab. Sie kümmerten sich beispielsweise um die Datenübertragung der seriellen Schnittstellen (Appletalk-Netzwerk). Bei anderen Macs musste die Haupt-CPU ihre Arbeit ständig unterbrechen, um Daten der seriellen Schnittstellen entgegenzunehmen oder abzuschicken.
Ein fortschrittlicher DMA-Chip kümmerte sich um die Datenübertragung zu den SCSI-Festplatten. Die SCSI-Schnittstelle des IIfx lief deutlich schneller als bei anderen Computern, eine theoretische Datenrate von drei Megabyte pro Sekunde war erreichbar. Allerdings gab es damals noch keine Festplatten, die diesen Wert überhaupt liefern konnten. Der Nachteil dieser hochgezüchteten SCSI-Schnittstelle war, dass man einen speziellen SCSI-Terminator am Ende der SCSI-Kette anbringen musste. Die damals üblichen Terminatoren funktionierten nicht, weshalb man sich beim IIfx immer mal wieder unerklärliche Datenfehler einhandelte, wenn der falsche SCSI-Terminator angesteckt war.
Mit sechs Nubus-Steckplätzen und einem Processor-Direct-Slot war der IIfx zudem sehr gut erweiterbar. Schnell bildete sich ein Ökosystem aus leistungsfähigen 24-Bit-Grafikkarten um den IIfx, die seine hohe Geschwindigkeit ausnutzen konnten. Nicht zuletzt deswegen war der Supermac besonders bei Bildbearbeitern, Grafikern und Layoutern sehr beliebt.
Dieser Traum-Mac war allerdings nicht billig. 20000 Mark musste man berappen, ohne Festplatte! Mit einer 80 Megabyte großen SCSI-Platte lag der Preis schon bei 22 000 Mark. Heute wären das zwischen 16.000 und 18.000 Euro! Allerdings, was heute undenkbar erscheint: Es gab Hardware-Upgrades von Apple. Für deutlich weniger Geld konnte man einen älteren Macintosh II (der das gleiche Gehäuse hatte) in einen IIfx umwandeln lassen. Speziell autorisierte Fachhändler tauschten damals einfach die komplette Hauptplatine aus. So kam man deutlich günstiger zum schnellsten Mac aller Zeiten.
 
Die Frage:
 
Steve Jobs war bei der Vorstellung des Mac IIfx längst nicht mehr bei Apple. Stattdessen zeigte seine neue Firma auf der Cebit 1990 ein anderes Produkt. Welches?
 
a.     NeXT Step
b.     NeXT Station
c.     NeXT Cube
 
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