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5.10.2007: Noch 21 Tage bis Leopard

05.10.2007 | 15:44 Uhr |

Wir warten noch 21 Tage auf Mac-OS X, Version 10.5. Denn das Apple uns nicht widerspricht, kann ja nur eines bedeuten: Am 26.10.2007 gibt es das neue Betriebssystem (Andererseits ist das Wachpersonal vor dem Verlag angewiesen, verdächtige Personen, die an Apple-Rechtsanwälte erinnern, sofort auf dem Notfalltelefon zu melden).

Erwähnten wir schon, dass am 26. Oktober 2007 um Mitternacht in Kalifornien (um 20.00 Uhr in Mitteleuropa) der Verkauf von Mac-OS X, Version 10.5 beginnt? Wenn nein: Er wird es. Oder mit den Worten von Commander Janeway: „Make it so, Steve“...

Definitiv nicht in der Packung ist ZFS, Suns "Zettabyte File System" oder neuerdings: "Zetta File System". Es ist ein Dateisystem wie HFS+ (oder mit Apples Marketingsprache "Mac OS Extended"), sprich: ein Software-Algorithmus, mit dem man Dateien und Informationen über diese Dateien (wie Zeitpunkt der letzten Änderung oder Etikett oder Zugriffsrechte auf einer Festplatte speichert.

ZFS ist eine Neuentwicklung, die mit herkömmlichen Dateisystemen wenig gemein hat. Einer der gravierenden Unterschiede ist "copy on write", sprich: wer eine Datei ändert und wieder speichert, bekommt bei ZFS eigentlich zwei Dateien: Das unveränderte Orignal und die Kopie, die an einer freien Stelle auf der Festplatte gespeichert wird. Erst wenn die Kopie sicher mit Prüfsumme auf der Platte steht, wird das Original als überflüssig oder "überschreibbar" markiert. Oder das Konzept von "Fat Zap" und "Micro Zap": ZFS kann Zusatzinformationen über eine Datei in zwei unterschiedlichen Größen speichern: Ein Micro Zap darf nur Parameter enthalten, deren Namen kleiner als 50 Zeichen ist, und die sich als Zahl darstellen lassen. Für alle anderen Informationen ist ein mindestens 128 KB großes Fat Zap notwendig.

Und wichtigste Information: Momentan hat es nur Sun geschafft, das eigene Unix-Betriebssystem von einer ZFS-Festplatte zu starten. Mac-OS X dagegen lässt sich nicht von einer ZFS-formatierten Festplatte starten.

ZFS ist nichts für den Massenmarkt

Experten erklären außerdem, dass "copy on write" die Leistung der Festplatte spürbar reduzieren würde. Und das Konstrukt "Fat Zap" würde bei Mac-OS X eine grotesken Platzverschwendung bedeuten: Bei 600.000 Dateien (allein das Betriebssystem von Mac-OS X 10.5 hat rund 250.000) muss man mit einem Mehrbedarf von etwa 15 GB ausgehen (Macjournals, www.macjournals.com ).

Die Apple-Ingenieure haben aber zumindest die Basisarbeit erledigt: Wer bereits eine ZFS-formatierte Festplatte hat, wird die Dateien darauf mit Mac-OS X, Version 10.5 lesen können. Änderungen sind allerdings mit 10.5.0 nicht möglich, sagte Brian Croll, einer der Marketingverantwortlichen für Mac-OS X bei Apple.

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