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64 Bit für den Leoparden

01.01.2007 | 00:00 Uhr |

Wer sich am Computer vorrangig mit Texten, E-Mails oder kleinen Bildern beschäftigt, braucht keinen Prozessor, der in einem Schritt 64 Bit Daten verarbeiten kann (64 Bit entsprechen in der Regel acht Buchstaben). Dafür reichen die bisher üblichen 32-Bit-Prozessoren und das dazu passende 32-Bit-Betriebssystem aus. Doch die Einsatzbereiche von 64-Bit-Hard- und Software sind heute nicht unendlich weit entfernt: High-End-Fotokameras und erst recht -Filmkameras produzieren Datenmengen, die die 32-Bit-Schallmauer von 4 GB pro Datei sprengen.

Arbeiten Prozessor und Betriebssystem mit 32 Bit pro Arbeitsschritt, müssen solche Datenberge in 4 GB große Stücke geteilt und nacheinander bearbeitet werden.

Mit Leopard ist das nicht mehr nötig. Apple wird das komplette Betriebssystem auf 64-Bit-Verarbeitung umstellen; passend dazu muss man sich aber einen Mac Pro oder Xserve kaufen (oder einen der Macs mit G5-Prozessor verwenden). Doch damit ist es noch nicht genug: Nur wenige Spezialprogramme können heute schon mit mehr als 4 GB Daten umgehen. Deshalb heißt es für alle, die künftig effizient mit solchen Datenmengen umgehen wollen: 64-Bit-Software kaufen.

Wer aber auf 64-Bit-Verarbeitung verzichten kann, muss sich nicht sorgen: Unter Leopard laufen 32- und 64-Bit-Prozesse parallel. Das heißt: Ältere Macs und ältere Software merken von der höheren Bitbreite nichts. Sie profitieren zwar nicht davon, müssen aber auch nicht emuliert werden und laufen mit ganz normaler Geschwindigkeit.

Vorteile:

+ Effiziente Verarbeitung vonDateien mit mehr als 4 GB

Nachteile:

– Erfordert 64-Bit-Hardware (Mac Pro, G5-Mac)

– Erfordert 64-Bit-fähige Software

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