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Handy-Werbung wird 2011 ein Milliardengeschäft

21.10.2010 | 09:36 Uhr |

Der Handy-Werbemarkt knackt die Milliardengrenze früher als weithin angenommen. Android hat das iPhone bei den Erlösen schon geschlagen.

Handywerbung: 60 Dollar und ein McDonalds-Gutschein
Vergrößern Handywerbung: 60 Dollar und ein McDonalds-Gutschein

Angesichts der überraschend schnellen Steigerung der Marketing-Ausgaben nach der Wirtschaftskrise schwillt das Marktvolumen mit Handy-Werbung allein in den USA bereits im kommenden Jahr auf über 1,1 Milliarden Dollar an, wie jüngste Daten der Marktforscher von eMarketer aufzeigen. Bisher waren die Prognosen vergleichsweise zurückhaltend. In den "digitalen Werbemainstream" haben es die mobilen Formate aber schon 2010 geschafft.

Mit einem Wachstumsschub von satten 79 Prozent klettern die Handy-Werbeausgaben laut eMarketer in diesem Jahr auf 743 Millionen Dollar. Bis 2014 erreichen sie ein Ausmaß von über 2,5 Milliarden Dollar, sagen die Marktforscher voraus. Googles Android schneidet dabei wohl ein großes Stück vom Erlöskuchen ab. Die mit dem Betriebssystem ausgestatteten Geräte haben Apples iPhone bereits im September an generierten Werbeumsätzen erstmals hinter sich gelassen, wie die MediaPost unter Berufung auf Daten des Mobilwerbenetzwerks Millennial Media berichtet.

Android-Modelle führten in den vergangenen Monaten nicht nur die Smartphone-Verkaufscharts an. Ihre User weisen zudem eine höhere Werbeaffinität auf als die Nutzer anderer Betriebssysteme. Sie klicken etwa wesentlich öfter auf Einschaltungen in Apps als Windows-Mobile-, Apple-iOS- oder Symbian-Anwender.

"Die Expansion des Smartphone-Markts, eine hohe Nutzerrate und das attraktive demografische Profil der Handybesitzer haben mehr Werbetreibende dazu veranlasst, dem mobilen Bereich eine höhere Aufmerksamkeit zu schenken", sagt eMarkter-Senior-Analyst Noah Elkin. Video-, Display- und Such-Werbeausgaben werden sich 2010 jeweils mehr als verdoppeln. Lediglich Werbung in Kurznachrichten bleibt trotz eines 29-prozentigen Wachstums hinter dem starken Trend, obwohl sie mit einem Volumen von 327 Millionen Dollar in diesem Jahr noch das bedeutendste Format bleibt. (pte)

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