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A6-Chip war Apple eine halbe Milliarde US-Dollar wert

20.09.2012 | 10:34 Uhr |

Die eigene Entwicklung eines A6-Chips für das neue iPhone auf Basis der ARM-Architektur war Apple geschätzte 500 Millionen US-Dollar wert.

Apple habe für die Chiphersteller PA Semi und Intrinsity in den vergangenen Jahren insgesamt 400 Millionen US-Dollar bezahlt, weitere 100 Millionen US-Dollar seien nach Gwennaps Schätzung in die Entwicklung des A6-Chips geflossen. Apple habe sich damit nicht nur unabhängiger vom bisherigen Chip-Lieferanten Samsung gemacht, sondern auch technologischen Vorsprung gewonnen, führt der Analyst weiter aus. Einen in der Leistung vergleichbaren Chip könne Samsung in frühestens drei Monaten liefern. Apple habe sich bei seiner Eigenentwicklung an die Architektur ARMv7 angelehnt, der A6 arbeite vermutlich mit zwei Kernen und einer Taktrate von 1,2 GHz. Dabei ähnele er dem Cortex-A15-Prozessor von ARM, ein Lizenzprodukt dieses Designs werde Samsung aber frühestens Ende des Jahres herausbringen können. Bei Geekbench hat laut Macworld UK das iPhone 5 einen Wert von 1.601 Punkten erreicht, mehr als doppelt so viele Punkte wie die bisher letzten iOS-Geräte iPhone 4S (636 Punkte) und iPad 3 (775). Dabei habe das iPhone 5 auch Android-Geräte wie das Samsung Galaxy S3 (1.588) oder das Google Nexus 7 (1.591) schlagen können.

Alles in allem werde Apple der eigene Prozessor in die Taschen spielen, meint Gwennap. Denn diese drei Monate Vorsprung mit einer überlegenen CPU seien nun einmal die umsatzträchtigsten des Jahres. Das iPhone 5 werde bis zu 25 Milliarden US-Dollar in die Kassen Cupertinos spülen, der Einsatz werde sich also vielfach gelohnt haben. Apple wird nach Ansicht des Analysten den A6 noch das gesamte nächste Jahr verwenden und im Jahr 2014 auf ein neues Chip-Design umstellen, das auf dem 64-Bit-Prozessordesign ARMv8 beruhe.

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