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AMD erwägt angeblich Ausstieg aus Chip-Produktion

21.06.2007 | 11:13 Uhr |

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) erwägt nach verschiedenen Medienberichten angeblich, aus massivem Kostendruck heraus die eigene Produktion von Prozessoren ganz oder teilweise auszulagern.

Analysten spekulierten derzeit, dass AMD voraussichtlich bereits ab 2008 die Herstellung teilweise oder sogar komplett an Dritthersteller abgeben könnte, berichtet das Branchenforum "Ars Technica". Entsprechende Pläne wurden von AMD bislang nicht bestätigt. "Das sind Gerüchte", sagte AMD-Sprecher Jan Gütter auf Anfrage. "Und zu Gerüchten gibt AMD keine Stellungnahme ab." Dem Bericht von "Ars Technica" zufolge geht ein nicht näher genannter Analyst der Citigroup davon aus, dass AMD im Zuge seiner Umstrukturierungspläne auch den Verkauf von Teilen oder der kompletten Anlagen seiner Chip-Fabriken in Dresden erwägen könnte. Einem anderen Report von Goldman Sachs zufolge erwarten Investment- Firmen, dass sich AMD sogar komplett von der eigenen Chipherstellung verabschiedet, hieß es. AMD war im ersten Quartal 2007 mit einem Verlust von 611 Millionen Dollar (452 Mio Euro) tief in die roten Zahlen gerutscht und gerät durch zurückgehende Absatzzahlen, den anhaltenden Preisverfall und der aggressiven Konkurrenz durch Marktführer Intel zunehmend unter Druck. Zuvor hatte das Unternehmen bereits eine umfangreiche Umstrukturierung des Geschäfts und eine Kürzung der geplanten Investitionen für das laufende Jahr um ein Fünftel angekündigt. (dpa)

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