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AMD verklagt Intel wegen Monopolsmissbrauch

30.06.2005 | 09:55 Uhr |

AMD hat in den USA eine Klage gegen Intel eingereicht, in dem der Athlon-Hersteller den Pentium-Machern unlauteren Monopolsmissbrauch vorwirft.

AMD vs Intel
Vergrößern AMD vs Intel

Der texanische Chiphersteller hat die volle Klageschrift auf seiner Webseite veröffentlicht und dazu sogar eine Pressemeldung verschickt. Darin wird Intel unter anderem vorgeworfen, Computerhersteller unter Druck gesetzt zu haben keine AMD-Chips einzusetzen. Hierzu kann AMD mit einer Vielzahl an Beispielen aufwarten in welchen Intel OEMs, Distributoren, Händler und Hardwarehersteller mit zahlreichen Methoden unter Druck gesetzt hat. Das Spektrum reicht hierbei von Preisnachlässen und Marketing-Zuschüssen beim Verzicht auf AMD-Chips bis zu Vergeltungsmaßnahmen bei AMD-Einsatz, etwa Preiserhöhungen, Nicht-Gewähren von Rabatten oder Verzögerungen bei der Lieferung wichtiger Intel-Chips.

Bei diversen AMD-Produkt-Vorstellungen wie beim Athlon oder dem Opteron sollen die Hersteller von Intel bedroht worden sein, die neuem Produkte nicht durch unterstützende Statements, Teilnahme an „Launch-Parties“ oder Peripherieentwicklung zu unterstützen. Hierbei erinnern sich Branchenkenner an konkrete Beispiele. Bei Einführung des Athlon etwa gab es keine passenden Motherboards, das erste Modell versteckte ASUS auf seiner Homepage, auch das ASUS-Logo fehlte. Auch bei der Opteron-Vorstellung wurde den Herstellern unverhohlen gedroht, wie The Inquirer damals zu berichten wusste.

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