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AOL Deutschland setzt verstärkt auf Bezahldienste

03.01.2005 | 11:20 Uhr |

Der Internetanbieter AOL Deutschland rechnet künftig mit weniger neuen Kunden im klassischen Internetgeschäft.

Der Bedarf an Internet-Anschlüssen sei in Deutschland weitgehend gedeckt, sagte AOL-Deutschland-Chef Stan Laurent dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Die Nachfrage steige nur noch langsam. Als Konsequenz werde sich die deutsche Online-Tochter des amerikanischen Medienkonzerns Time Warner stärker als zuvor auf das Geschäft mit Breitbandanschlüssen und bezahlten Internetdiensten konzentrieren. "Bei bezahlten Diensten kann man ganz andere Margen erzielen als mit Internetzugängen", sagte Laurent.
Sobald wie möglich wolle das Unternehmen seinen schon länger angekündigten Schritt in die Realität umsetzen und in den Markt für Internettelefonie einsteigen. Zudem sollen in diesem Jahr verschiedene Geräte online angeboten werden. Zum Start werde es Adapter und Telefone geben, später wolle AOL in Kooperation mit Partnern auch Hardware-Produkte wie MP3-Player anbieten.
AOL gilt laut der Zeitung in Sachen Breitband als Spätstarter. Zwar steige die Zahl der Breitband-Kunden nach Unternehmensangaben stetig an. Mit etwas mehr als 600.000 liege das Unternehmen aber noch weit hinter dem Konkurrenten T-Online und seinen 2,9 Millionen DSL-Abonnenten.

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