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AOL-Messenger hat gravierende Sicherheitslücke

03.01.2002 | 00:00 Uhr |

In dem AOL-Programm für das Austauschen von Online-Telegrammen, dem AOL Instant Messenger (AIM), klafft eine gravierende Sicherheitslücke. "AOL hat das Problem identifiziert und wird schnell eine Lösung bereitstellen", sagte AOL-Sprecher Jens Nordlohne am Donnerstag in Hamburg. Mit dem AIM können AOL-Kunden und Internet-Anwender feststellen, ob Freunde, Kollegen oder Bekannte ("Buddies") ebenfalls online sind und Online-Kurznachrichten austauschen.
Die Sicherheitslücke ermöglicht Hackern, auf einem anderen Rechner Daten zu manipulieren oder Sabotage-Programme wie Computer-Viren zu installieren. Bis heute seien keine AIM-Anwender geschädigt worden, betonte AOL-Sprecher Nordlohne.
Von dem Fehler betroffen sind die aktuellen Versionen des AIM 4.7 und 4.8 Beta für die Windows-Betriebssysteme von Microsoft. Der Fehler in dem AIM-System werde zentral behoben, sagte ein AOL- Sprecher in der Firmenzentrale in Dulles (US-Bundesstaat Virginia). Die Anwender müssten keine neue Software installieren. Die Experten des Onlinedienstes heise.de empfahlen den AIM-Anwendern, bis auf weiteres nur Kommunikation mit vertrauenswürdigen "Buddies" aufzunehmen.
AOL ist mit 33 Millionen Abonnenten der mit Abstand größte Onlinedienst. Der Instant Messenger von AOL kann aber auch von Internet-Anwendern benutzt werden, die nicht AOL-Kunden sind. AIM wird von schätzungsweise 100 Millionen Menschen weltweit benutzt. dpa

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