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AOL erfolgreich gegen Spam (Update)

11.03.2005 | 15:32 Uhr |

Ein Spammer pro Monat weniger" verkündet AOL Deutschland stolz, und meint damit besonders juristische Erfolge gegen kommerzielle Spam-Versender.

Gerade zuletzt habe man erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen einen Spam-Versender sowie eine panamesische Gesellschaft vor Gericht errungen. Tatsächlich finden AOL-Mitglieder immer seltener unerwünschte Post in ihren elektronischen Briefkästen.

Freilich geht dies zum Teil mit rigorosen Maßnahmen einher, die auch AOL-Kunden beeinträchtigen, wenn sie etwa einen zu AOL externen Mail-Account nutzen und darüber wie bisher über den Standard-SMTP-Port 25 ihre E-Mails versenden wollen. Diesen nämlich hat AOL kürzlich gesperrt und dafür Port 587 freigegeben. Leider wird dieser längst nicht von allen Anbietern von E-Mail-Accounts unterstützt, wodurch ein Versenden von E-Mail auf dem gewohnten Weg mit diesen Postfächern dann ausgeschlossen ist. AOL Deutschland folgt damit freilich nur einem weltweiten Vorgehen von AOL insgesamt.

Dennoch bedeutet das für manchen AOL-Kunden, dass jetzt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde. Ganz besonders ärgerlich für Macianer, die ihren Internet-Zugang per AOL wählen: Für spezielle Fragen zu AOL unter ihrem Betriebssystem bietet AOL nur eine sehr teure 0190-Nummer an. Bedenkt man die Herkunft von AOL aus dem Apple-Umfeld (Apple-Link / Quantum), ist dies eine besonders bittere Pille, die AOL seinen Mac-Kunden zusätzlich zu einer im Vergleich zu dem Windows-Client unvorteilhaften Software unter Mac-OS X zumutet. Eine Stellungnahme dazu von AOL war bis zum Redaktionsschluss nicht zu bekommen.

Nun ist ein Gespräch mit Tobias Riepe, Pressesprecher von AOL Deutschland, zu Stande gekommen. Er hat sich von der CeBIT in Hannover aus gemeldet und folgende Anmerkungen zu der von uns angesprochenen Problematik gemacht:

Man habe nur sehr wenige Klagen nach der Umstellung auf den SMTP-Port 587 gehabt. Seiner Auskunft nach ist der Port 25 auch nicht dicht gemacht, sondern hier würden nur als unproblematisch erkannte E-Mails umgeleitet. Insgesamt sei man mit der Maßnahme sehr zufrieden und könne Kunden, die dennoch Probleme haben, sehr schnell helfen.

Zur Frage der 0190-Nummern meinte Riepe, dies sei bei solch speziellen Fragen einfach notwendig, um diesen Service bei der sehr geringen Zahl von Mac-Usern, die AOL im Vergleich zu Windows-Anwendern nutzen, überhaupt anbieten zu können. Sonst wäre es gar nicht möglich, diese Hotline aufrechtzuerhalten. In manchen Fällen, bei recht speziellen Hardware-und Software-Problemen, betreffe dies im Übrigen auch Windows-Anwender.

Wenn Sie, liebe Leser, eigene Erfahrungen mit dem E-Mail-Versand über AOL oder der Hotline mitteilen möchten, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion.

Info: AOL Deutschland

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