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AOL will rüde Praktiken im Kundenservice abstellen

25.08.2005 | 10:00 Uhr |

Das vor wenigen Tagen von Google veränderte Anzeigenprogramm "AdWords" stößt auf Kritik.

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Die Time-Warner Internet-Tochter AOL hat mit dem New Yorker Generalstaats Eliot Spitzer eine Änderung zweifelhafter Kundenservice-Praktiken bei der Bearbeitung von Kündigungen vereinbart. AOL habe sich zu einer Zahlung von 1,25 Millionen Dollar und Reformen in seinem Kundendienst bereit erklärt, teilten sowohl Spitzer als auch das Unternehmen am Mittwoch mit.

Spitzer war nach eigenen Angaben aufgrund von 300 Kundenbeschwerden auf ein "ausgeklügeltes" Belohnungssystem für AOL-Mitarbeiter gestoßen, die kündigungswillige Kunden des Internet-Dienstes von ihrer Kündigung abbringen konnten. In vielen Fällen sei gegen den Willen oder ohne ausdrückliche Zustimmung der Kunden vorgegangen worden.

In der Vereinbarung verpflichtete sich AOL jetzt zur Abschaffung von Dienstvorschriften, die Mitarbeiter-Prämien mit einer Mindestzahl "festgehaltener" Kunden verknüpften. Gleichzeitig muss der Internet-Provider Kündigungsanträge ab sofort dokumentieren und ihre Bearbeitung durch eine unabhängige Stelle überwachen lassen. Betroffene New Yorker AOL-Kunden können Rückzahlungen von bis zu vier Monatsrechnungen erhalten. Der Internet-Provider begrüßte die Vereinbarung. "AOL freut sich, dass mit dem Bundesstaat New York ein Abkommen über Kundenservice-Praktiken getroffen wurde, das die Qualitätsgewährleistung verbessert und die Verifikation von Kundenabsichten im Online-Bereich unterstützt", teilte AOL-Sprecher Nicholas Graham in einer Stellungnahme mit.

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