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ARD: Geringe Einnahmen aus GEZ-Gebühr für PCs erwartet

24.07.2006 | 10:08 Uhr |

Die ARD geht anfangs nur von geringen Mehreinnahmen aus der Rundfunkgebühr für internetfähige PCs aus.

Laut einem Bericht von Golem.de sagte WDR-Verwaltungschef Norbert Seidel in einem Interview, er gehe von tatsächlichen Einnahmen von zwei Millionen Euro aus. Grund für die vorsichtige Schätzung sei eine „längere Anlaufzeit“ bei der Gebührenerhebung. Bis Ende 2008 sieht Seidel jedoch ein Gebührenpotenzial von 20 Millionen Euro.

Ab 1. Januar 2007 müssen alle Privathaushalte, die einen internetfähigen PC besitzen, Rundfunkgebühren entrichten. Wer bisher kein Radio- oder Fernsehgerät angemeldet hatte, muss dann für einen internetfähigen PC die GEZ-Gebühr für einen Fernseher entrichten. Unabhängig von ihrer Betriebsgröße müssen auch Unternehmen eine Gebühr an die GEZ zahlen.

Gegen die geplante Abgabe haben jüngst einige Verbände protestiert. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sagte, die Gebühr sei ungerecht, da sie das Arbeitsmittel Commputer um 204,36 Euro jährlich verteuere. Selbstständige seien auf einen PC angewiesen, nutzten ihn in den allermeisten Fällen aber nicht für den Radio- oder Fernsehempfang.

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