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ARD verrät, wie die Rundfunkbeiträge verwendet werden

24.10.2013 | 09:02 Uhr |

Nahezu jeder Haushalt zahlt monatlich einen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,98 Euro. Die ARD liefert nun eine detaillierte Auflistung darüber, wofür dieses Geld verwendet wird.

Die ARD liefert auf ihrer Website nun unter "Die ARD in Zahlen" eine detaillierte Auflistung darüber, wie die von den Haushalten gezahlten Rundfunkbeiträgen ausgegeben werden. So erfährt man beispielsweise, wie viel ein Tatort, die Übertragung von Sportereignissen oder die Auslandsberichterstattung kosten.

Von der monatlichen Rundfunkgebühr in Höhe von 17,98 Euro, die (fast) jeder Haushalt zahlen muss, erhält die ARD einen Anteil von 12,81 Euro. Das ZDF und das Deutschlandradio erhalten die übrigen 5,17 Euro. Die ARD finanziert mit ihrem Anteil alle regionalen Hör- und Fernsehprogramme, das nationale Erste Deutsche Fernsehen, diverse eigene Spartensender (etwa tagesschau24, EinPlus), gemeinschaftlich mit dem ZDF geführte Sender (etwa KIKA und Phoenix) und das Online-Angebot.

Von den monatlich gezahlten 12,81 Euro gehen laut Angaben der ARD exakt 0,72 Cent in den Bereich Sport. In den Bereich "Film" (selbst produzierte und eingekaufte Filme) wandern 0,63 Cent, in die Bereiche "Spartenprogramme" 0,51 Cent, in "Digitale Programme" 0,06 Cent, in "Multimedia" 0,22 Cent und die Dritten Programme 3,15 Cent.

Den Anteil des monatlichen Rundfunkbeitrags für die ARD-Talkshows beziffert die ARD mit 0,10 Cent. Für die Produktion des Tatorts und Polizeiruf zahlt jeder Haushalt monatlich 0,15 Cent.

Für den Tatort liefert die ARD auch noch detailliertere Infos zu der Kostenstruktur. Demnach werden jährlich zwischen 34 und 39 neue Tatorte gedreht und die Drehzeit liegt bei im Schnitt 22 Tagen pro Tatort. Von den pro Haushalt monatlich gezahlten 0,15 Cent pro Tatort gehen 30 Prozent in die Gagen und Honorare des Drehteams und 20 Prozent in die Gagen und Honorare der Darsteller.

Etwa 0,16 Cent des monatlichen Rundfunkbeitrags gehen in den Bereich "Auslandsberichterstattung" . Die ARD betreibt 30 Auslandsstudios mit 45 Korrespondenten für das Fernsehen und 60 Korrespondenten für das Radio.

Im Bereich "Sport in der ARD" listet die ARD die Kosten in diesem Bereich auf, in den 0,72 Cent des monatlichen Rundfunkbeitrags gehen. Vor allem für die größeren Veranstaltungen, wie etwa Fußball-Weltmeisterschaften und Olympische Spielen, fallen höhere Kosten für die Lizenzen und Rechte an. Welche Sportart gesendet wird, entscheidet deren Beliebtheit. Die ARD weist aber darauf hin, dass beispielsweise 2012 zwar 97 Stunden live Fußball gesendet wurde, aber auch 158 Stunden Wintersport und 188 Stunden sonstige Sportarten live gesendet wurden.

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