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AT&T baut UMTS-Netz aus

07.02.2008 | 13:20 Uhr |

Die US-amerikanische Telefongesellschaft AT&T kündigt den massiven Ausbau seines Mobilfunknetzes der dritten Generation an - und schon spekulieren die Gerüchteküchen auf die bevorstehende Niederkunft des iPhone 3G.

80 Städte mehr will AT&T bis Jahresende mit UMTS-Diensten versorgen und dann 350 Ballungsräume abdecken. Außerdem will AT&T in immer mehr Gebieten auch den UMTS-Turbo HSUPA mit deutlich höherer Uploadbandbreite anbieten.

Was in Europa mittlerweile längst eine Selbstverständlichkeit ist, kommt in Nordamerika erst langsam in Fahrt: die dritte Generation des Mobilfunks, UMTS. AT&T kündigt an, 80 weitere Städte mit 3G-Diensten zu versorgen und so bis Ende des Jahres knapp 350 Ballungsräume zu versorgen. Dabei setzt der US-amerikanische Telefonriese auf die auch in Europa gebräuchlichen Erweiterungen HSDPA und HSUPA (High Speed Downlink / Uplink Packet Access) - im Gegensatz zum CDMA-Turbo EV-DO, den die Mitbewerber Sprint und Verizon anbieten. Für einige Beobachter ist der angekündigte Netzausbau auch ein klares Vorzeichen für die erwartete Neuauflage des iPhones mit UMTS. Nicht nur diesseits des Atlantiks, sondern auch in Nordamerika selbst hat Apple zahlreiche Anwender enttäuscht , indem es auf die GSM-Erweiterung EDGE für Datenverkehr setzt: Theoretisch lassen sich mit EDGE Datenübertragungsraten von rund 470 Kilobit pro Sekunde erreichen, unter Realbedingungen schrumpft der effektive Durchsatz am iPhone auf 70 bis 135 kbit/sec. Die UMTS-Erweiterung HSDPA schafft in Europa theoretische Datenraten von 7,2 Mbit/sec. HSUPA bohrt die 3G-Bandbreite im Upload von 384 kbit/sec auf zukünftig 5,8 Mbit/sec auf, aktuell sind bereits 1,8 Mbit/sec erzielbar. Diese Datenraten wird AT&T wohl nicht schaffen, das Unternehmen kündigt niedrigere Bandbreiten von 0,6 bis 1,4 Mbit/sec im Down- und 500 bis 800 kbit/sec im Upload an, Experten erwarten unter Realbedingungen aber etwas weniger Bandbreite. Die Gerüchteseite Apple Insider geht vorsichtig von einem Marktstart für das Turbo-iPhone Ende Mai aus, Apple-Chef Steve Jobs hat auf den erwiesenen Batteriehunger von 3G-Geräten hingewiesen und erklärte, mit einem UMTS-iPhone wolle man eine Akku-Laufzeit von fünf Stunden Gesprächsdauer oder mehr erreichen, sonst gäbe es keins.

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