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ATI fährt Verluste ein

30.05.2000 | 00:00 Uhr |

Der Preiskrieg im Grafikkartenmarkt und die Teileknappheit bei den PC-Herstellern bescheren ATI einen Verlust im dritten Quartal 2000, das am 31. Mai endet. Das kanadische Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum einprozentigen Umsatzrückgang auf 300 Millionen US-Dollar und einen Verlust von sechs Cents pro Anteilsschein. Analysten hatten zuvor mit einem Gewinn von wenigstens 13 Cents pro Aktie gerechnet.

Laut einer Pressemitteilung der Firma ATI sei ihr Top-Produkt, der auch von Apple verbaute Grafikchip Rage 128 Pro, durch die Neuentwicklungen der Mitbewerber früher als erwartet vom High-End- ins Mittelklasse-Segment abgerutscht. Im Übrigen hätten die Konkurrenten ihre Lager von alten Karten und Chips geräumt und so die Preise gedrückt.

Darüber hinaus habe die Teileknappheit bei Prozessoren und DVD-ROM-Laufwerken zu Lieferverzögerungen bei den PC-Herstellern geführt. Dies habe ATI insofern zu spüren bekommen, dass weniger PCs mit ATI-Karten als erwartet ausgeliefert werden konnten.

Für die kommenden Monate erwarten die Kanadier zwar, dass der Preiskampf im Markt anhält. Aber der vor kurzem vorgestellte neue Grafikchip Radeon, dessen Auslieferung laut ATI im Juli beginnt, soll die Position des Unternehmens wieder stärken und die Gewinnmargen heben. Die ATI-Konkurrenten 3dfx und Nvidia haben bereits mit der Auslieferung ihrer neuen Chips, dem VSA 100 respektive dem Geforce 2 GTS, begonnen. lf

Kommentar zu Apples Partnerschaft mit ATI

Info: ATI, Internet: www.ati.com/

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