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ATI schlägt zurück

07.10.2005 | 14:57 Uhr |

Komplexer, effizienter und voll gestopft mit pfiffigen 3D-Funktionen: Mit der neuen Grafikchipgeneration will ATI dem Erzrivalen Nvidia die 3D-Krone abjagen. Wir stellen die drei Baureihen Radeon X1800, X1600 und X1300 vor. Für den Mac sind sie aber noch nicht zu haben.

Radikaler Generationswechsel: ATIs neue Grafikchips

Grafikchip-Spezialist ATI hat einen komplexen Grafikchip entwickelt und dabei die Architektur tiefgreifend umgekrempelt:

Das Spitzenmodell Radeon X1800 beherbergt rund 320 Millionen Schaltkreisen und hat damit etwa doppelt so viele Transistoren wie der Vorgänger Radeon X850, überflügelt aber auch den direkten Konkurrenten Nvidia Geforce 7800 GTX um knapp 20 Millionen Transistoren. Mit den drei neuen Baureihen Radeon X1800, X1600 und X1300 unterstützen ATI-Chips erstmals das Shader der dritten Generation, Voraussetzung für modernste 3D-Effekte wie High Dynamic Range Rendering , die zunehmend bei Spielen zum Einsatz kommen. Nvidia-Grafikchips haben diese Shader bereits seit der Geforce-6-Generation an Bord – ATI bringt hier also nur rechtzeitig seine Chips auf den Stand der Technik. Alle Chips lässt ATI im fortschrittlichen 90-Nanometer-Prozess vom taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC fertigen. Nvidias Spitzenmodell hingegen entsteht noch im 110-Nanometer-Prozess.

Völlig neue Wege geht ATI bei der Grafikchip-Architektur: Die Premium-Baureihe Radeon X1800 verfügt zwar nur über 16 Pixel-Shader-Einheiten wie der Vorgänger Radeon X850 und nicht wie spekuliert über 24 wie der direkte Konkurrent Nvidia Geforce 7800 GTX. Allerdings hat ATI je vier Einheiten in einem Funktionsblock (Quad Pixel Shader Core) zusammengefasst. Laut ATI wird die verbesserte Architektur (siehe Blockschaltbild) deutlich effizienter arbeiten - die Shader Cores sollen im Idealfall eine 95prozentige Auslastung erreichen. Für eine höhere Effizienz soll auch der zentrale Dispatch Prozessor sorgen: Er kann mehrere Datensätze gleichzeitig bearbeiten und bündeln (Ultra-Threaded) sowie redundante Berechnungen herausfiltern (Dynamic Branching), bevor er sie an die ausführenden Einheiten weiterleitet

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