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Mavericks, Mac Pro und iPad Air und iPad Mini Retina

22.10.2013 | 15:42 Uhr |

Apple hatte noch ein ganze Menge zu erzählen: Mavericks und die iLife- sowie iWork-Apps werden gratis, der Mac Pro kommt im Dezember zu Preisen ab fast 3.000 Euro und die Retina-Macbooks werden günstiger. iPad Air und Pad Mini 2 gleichen einander bis auf den Formfaktor.

Apple brennt nochmal ein Produktfeuerwerk im Herbst ab und geht gut gerüstet in die Weihnachtssaison: Mavericks ist gratis und ab sofort für Macs erhältlich, die mindestens Mac-OS X 10.6 Snow Leopard und den Mac App Store installiert haben. Die Macbook Pro Retina werden jeweils um 200 Euro günstiger, den Mac Pro gibt es ab Dezember zu Preisen ab 3000 Euro. Völlig neu und gratis für Neukäufer von iOS-Geräten oder Macs sind die iLife- und iWork-Apps, die iCoud-Version von iWork bekommt etwa Möglichkeit zur Kooperation. Das neue iPad bekommt einen neuen Namen: iPad Air - dünner, leichter und schneller als je zuvor soll es sein. Und das iPad Mini schließlich bekommt in seiner zweiten Generation ein Retina-Display. iPad 2 und iPad Mini 1 bleiben zu reduzierten Preisen im Handel - aber nur noch ein einziges Macbook Pro mit Laufwerk. Nichts geändert hat Apple am Mac Mini und am Apple TV, zu den iPods hatte der Hersteller schon im September praktisch nichts Neues gebracht.

Wie üblich hatte Apple-CEO Tim Cook seine Keynote über "faszinierende neue Produkte" mit Updates begonnen. Dabei zitiert er positive Presseberichte über das iPhone 5S und und iPhone 5C und wiederholt die Zahl von neun Millionen verkauften Geräten am ersten Wochenende, die einige Analysten in Zweifel gezogen hatten. Ein Video, das begeisterte iPhone-Käufer in Apple Stores aus aller Welt zeigt, rundet die Einleitung ab. "Wenn wir so eine Kundenbegeisterung sehen, wissen wir, wofür wir arbeiten," freut sich Tim Cook über die Bilder.

Zwei Drittel aller dafür geeigneten iOS-Geräte sollen mittlerweile auf iOS 7 laufen, das Apple auch erst im September auf den Markt gebracht hatte, 200 Millionen Geräte insgesamt. Auch iTunes Radio zeigt bereits erste Erfolge: 20 Millionen nutzen den Service bereits und haben eine Milliarde Songs im Stream gehört. Justin Timberlake etwa hatte sein neues Album exklusiv in Apples Streamingservice zuerst veröffentlicht. Und dabei ist iTunes Radio bisher nur in den USA erhältlich. Im App Store warten mittlerweile über eine Million Apps auf Anwender, 60 Milliarden Downloads habe man bereits gezählt und 13 Milliarden US-Dollar an Entwickler ausbezahlt.

Mavericks ist kostenlos

Trotz aller Erfolge der iOS-Plattform will Apple weiter in den Mac investieren und den Computer weiter entwickeln. "Wir wissen nicht, was die Konkurrenz vorhat, wir haben aber ein klares Ziel," meint Cook, der die Strategie der schlechten Unterscheidbarkeit von Netbooks und Tablets nicht nachvollziehen kann. Man werde heute noch "tolle neue Produkte zeigen", zunächst spricht aber Software-Chef Craigh Federighi über OS X Mavericks, das er bereits im Juni auf der WWDC gezeigt hatte. Neuer Look, neue Funktionen, neue Apps und vor allem die neuen Energiesparfunktionen stellt er dabei heraus. Ebenso sind in Mavericks die neuen Funktionen des Finders wichtig, wie Tagging und Tabs oder die Unterstützung von Multidisplays. Wer die Präsentation von der WWDC schon gesehen hat, findet darin nichts Neues. Freuen kann man sich aber auf die neuen Funktionen wie die verbesserten Benachrichtigungen, Maps oder iBooks.

Apple hatte bis dahin noch nichts zum Preis des Betriebssystems gesagt und dieser ist in der Tat eine Überraschung: Mavericks ist kostenlos. Und zwar für alle Benutzer von OS X Lion, Mountain Lion und sogar Mac-OS X 10.6 Snow Leopard. "Wir wollen Mavericks auf so vielen Rechnern wie nur möglich laufen sehen," erklärt Federighi. Mavericks ist ab heute erhältlich.

Neues Macbook Pro

Sowohl das 13-Zoll-Macbook, das Apple das vor einem Jahr vorgestellt hatte und der 15-Zöller mit Retina-Display bekommen Upgrades. Das 13-Zoll-Modell bekommt neben einer Haswell-CPU (Intel Core i5) die integrierte Iris-Grafik von Intel, Apple verspricht (mit Mavericks) eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden. Der Wi-Fi-Chip versteht sich auf 802.11ac, als erster Mac bekommt das Macbook Pro Retina einen Thunderbolt-2-Anschluss. Apple senkt darüber hinaus den Preis, von 1499 Euro für das Einstiegsmodell auf 1299 Euro. Das neue Retina-Macbook ist ab heute erhältlich, die weiteren Modelle kosten 1499 und 1799 Euro.

Der 15-Zöller bekommt den Quadcore-Prozessor Crystalwell Intel Core i7 und die integrierte Iris-Pro-Grafik. PCIe-Flash, 802.11ac und Thunderbolt 2. Der Preis sinkt ebenso um 200 Euro auf 1999 Euro für das Einstiegsmodell, auch ab heute erhältlich. Die Macbook Pro ohne Retinadisplay und mit optischem Laufwerk verschwinden bis auf die Variante mit 13 Zoll und 2,5-GHz-Prozessor (Ivy Bridge) für 1199 Euro aus Apples Angebot. Mehr zu den neuen Macbook Pro in Kürze.

Mac Pro ab Dezember

Auf den Mac Pro hatte Apple auch schon auf der WWDC eine Vorschau gegeben, jetzt verrät Phil Schiller neue Details. So soll es den Mac Pro etwa in Konfigurationen mit 4, 6, 8 und 12 Kernen geben. Der integrierte PCIe-Flash-Speicher soll bis zu zehnmal schneller sein als herkömmliche Festplatten, den Mac Pro wird es in Konfigurationen mit bis zu 1 TB Kapazität geben. Für Erweiterungen stehen die sechs Thunderbolt-2-Ports zur Verfügung und vier USB-3-Anschlüsse. Der Einstiegspreis ist mit 2.999 Euro aber nicht ohne, dafür bekommt man aber einen 3,7 GHz schnellen Quadcore-Xeon, 256 GB Flash-Speicher 4 GB VRAM und 12 GB RAM. "Im Dezember" soll der Mac Pro in den Handel kommen. Den neuen Mac Pro hat Apple komplett in den USA gefertigt, erklärt der Marketingchef stolz. Die Produktion zeigt Apple in einem Video.

Neue Mac-Apps: iPhoto, Garageband und iMovie

Nach gut drei Jahren aktualisiert Apple wieder seine iLife-Apps für den Mac, die über iCloud auch nahtlos mit ihren Pendants auf den iOS-Geräten zusammenarbeiten sollen. Das neue iPhoto etwa kommt ein einem simpleren Design, Fotobücher lassen sich nun auch auf dem iPad erstellen. Neu gestaltet hat Apple auch iMovie, besonders die iOS-Version soll sich einfacher betreiben lassen. Auf dem Mac bekommt das Videoschnittprogramm neue Funktionen wie Slo-Mo-Bearbeitung und ein iMovie Theater, in dem Anwender ihre Clips verwalten. Garageband beherrscht nun bis zu 32 Spuren, auf dem Mac kommen neue Musikbibliotheken und Instrumente hinzu. Alle iLife-Apps sind nun in 64 Bit gehalten. Garageband bekommt nun etwa die von Logic Pro X bekannten Smart Drummer, die Rhythmusspuren automatisch zu Musikschnippseln wie Gitarrenriffs oder Pianofiguren hinzufügen. Die neuen iLife-Apps sind ab sofort kostenlos mit allen neuen iOS-Geräten und Macs erhältlich.

iWork völlig neu programmiert

Für iOS, OS X und die Cloud hat Apple auch seine iWork-Suite, bestehend aus Pages, Numbers und Keynote aktualisiert. Pages und Co. wollen mit weniger Werkzeugleisten stören und den Anwender mehr auf die Inhalte konzentrieren lassen, Numbers bekommt interaktive Grafiken und Keynote Objekt basierte Animationen. iWork blendet etwa nur die für das markierte Objekt benötigte Werkzeuge ein und bietet Stilvorlagen an. Designs lassen sich über das Sharing-Menü in die iCloud speichern und so anderen Nutzern zur Verfügung stellen. iWork für iCloud bekommt nun auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit, mehrere Anwender können an einem Dokument arbeiten. Auch die iWork-Apps, die man über iCloud auch auf dem PC nutzen kann, sind ab sofort kostenlos bei Neukauf von Mac oder iOS-Geräten. "Heute ist der größte Tag aller Zeiten für Apps," freut sich Apples Eddy Cue.

Neue iPads: iPad Air und iPad Mini

170 Millionen iPads hat Apple in den letzten dreieinhalb Jahren verkauft. Nach Apples Angaben entfallen 81 Prozent aller Tablet-Nutzungen auf das iPad: "Die Leute benutzen es, weil sie es lieben." 475.000 Apps im App Store sind für das iPad optimiert, Apples Marketing hat ein Video zusammengestellt, das die "Unglaubliche Nutzungsvielfalt" des iPad zeigen können. "Wir sind selbst überrascht, zu was allem unsere Kunden das iPad nutzen", freut sich Cook. Das neue iPad soll noch mehr solcher Geschichten ermöglichen, die das Video gezeigt hat.

Das iPad der fünften Generation soll noch leichter und dünner werden und bekommt daher einen neuen Namen: iPad Air. Nur noch 7,5 Millimeter ist das neue iPad Air dünn und damit 20 Prozent dünner als das Vorgängermodell. Das Gewicht sinkt auf ein Pfund, etwas weniger als fünfhundert Gramm. Das iPad Air sei das leichteste vollwertige Tablet, freut sich Schiller. Getrieben wird das iPad vom 64-Bit-Prozessor A7, den Apple bereits in das iPhone 5S eingebaut hat. Ebenso an Bord der Motion-Coprocessor M7. Bei der Grafikleistung will Apple weiter deutlich zugelegt haben, 74 mal schneller als das originale iPad soll das iPad Air bei der Graifk sein. Die iSight-Kamera mit ihren 5 Megapixeln kann auch HD-Filme in 1080p aufnehmen und bringt Dual-Mikrophone mit. Der Preis bleibt gleich, ab 499 US-Dollar für das Wi-Fi-Modell. Das iPad Air soll ab dem 1. November im Handel sein, das iPad 2 bleibt für 349 US-Dollar Einstiegspreis im Handel. Im Gegensatz zum iPhone 5S gibt es nur zwei Farboptionen: weiß/silber und schwarz/spacegray.

Das iPad Mini bleibt im gleichen Formfaktor von 7,9 Zoll, bekommt aber nur ein Retina-Display mit 2096 mal 1548 Pixeln - genau so viele wie auf dem iPad Air, aber eben auf kleinerer Fläche. Auch das Mini bekommt den A7-Chip, der 4fache CPU- und 8fache Grafikleistung gegenüber dem Vorgänger bringen soll. Farben: Silber/Weiß und Spacegray/Black. Der Preis steigt hingegen ein wenig, auf 399 US-Dollar für das Wi-Fi-Modell mit 16 GB Speicher. Das iPad Mini vom Vorjahr bleibt im Angebot, der Preis sinkt auf 299 US-Dollar für das kleinste iPad Mini mit Wi-Fi. "Wir haben bei jedem Preispunkt etwas begeisterndes," meint Phil Schiller. Bunt sind die Hüllen und Cases, die Apple für 39 respektive 69 US-Dollar anbietet. Mehr zu den neuen iPads lesen Sie hier.

Unter ticker.macwelt.de können Sie nochmal die gesamte Veranstaltung nachlesen.

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