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Ab Donnerstag UMTS-Poker in Wien

31.10.2000 | 00:00 Uhr |

In Österreich beginnt am Donnerstag die Versteigerung
der UMTS-Lizenzen. Theoretisch können alle sechs Bewerber für die
dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications
System) je zwei Frequenzpakete erhalten. In diesem Falle wäre ein
«Flop» mit mageren Einnahmen für den Finanzminister zu erwarten,
berichteten Analysten im Vorfeld der Versteigerung. Sollte ein
Bewerber jedoch zusätzliche Frequenzen anstreben, sei mit einem
preistreibenden Wettbewerb zu rechnen.

Das Mindestangebot für alle Frequenzen liegt bei 10,15 Milliarden
Schilling (1,45 Mrd DM). Legt man frühere Versteigerungen in anderen
Ländern zu Grunde, sind Einnahmen zwischen 20 und 70 Milliarden
Schilling zu erwarten. In Deutschland waren beispielsweise knapp 100
Milliarden DM bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen erzielt worden.

Die Bieter in Österreich führt vom heimischen Branchenprimus
Mobilkom, einer Tochter der Telekom Austria. Daneben steht als Nummer
Zwei auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt max.mobil, eine 100-
prozentige Tochter der Deutschen Telekom.

An dritter Stelle der «heimischen» Bewerber steht das Unternehmen
One, an dem E.ON, Tele Danmark, Telenor und die RHI-Gruppe beteiligt
sind. Schließlich will tele.ring, das zur Mannesmann-Gruppe und damit
zum weltgrößten Mobilfunkunternehmen Vodafone Airtouch gehört,
Frequenzen ersteigern. Die Hutchison Telecommunications (Hongkong)
und die spanische Telefonica bieten als ausländische Unternehmen mit.
dpa

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