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Abenteuer Internet

07.01.2003 | 22:49 Uhr |

Steve Jobs macht den Mac zur ultimativen Netz-Zentrale - dank schnellerem Airport und einem Internet-Browser, der die gesamte Konkurrenz zum Abschuss freigibt.

Auch wenn die Gerüchteküche kurz vor den legendären Keynotes des Apple-Chefs unkontrolliert wilde Geschichten verbreitet, ist hin und wieder doch eine richtig gute Komposition dabei. Bereits vor Monaten sahen angebliche Insider beispielsweise Apple mitten in der Entwicklungsphase eines hauseigenen Internet-Browsers, der die zahlreichen iApps wie iTunes, iSync, iPhoto und Mail sinnvoll ergänzt. Jetzt ist dieser Knoten geplatzt - Steve Jobs und seine Mannen tauften das Projekt auf den Namen "Safari" und halten sich damit wie schon bei Mail nicht an die sonst strenge Namenskonvention.

Technische Basis von Safari ist die neuartige Engine "KHTML", die Apple zusammen mit einer ersten Betaversion des Browsers direkt nach der Macworld-Keynote zum kostenlosen Download bereit stellte. Wie schon bei den bisherigen iApps setzt Apple auch bei Safari auf eine intuitive Bedienung. Gerade einmal fünf Elemente zieren die tadellose Aqua-Oberfläche: Zurück, Vor, Reload, Stop und eine Adressleiste - alles, was der Surfer braucht. Favorisierte Internetseiten bugsiert der Anwender einfach mit der Maus in einen speziellen Ordner. Wirklich interessant ist Safari vor allem in Bezug auf Geschwindigkeit. Nicht nur das Programm selbst ist auf halbwegs aktuellen Power Macs schnell aktiviert, sondern auch die Darstellung der Internetseiten hebt sich gegenüber Microsofts Internet Explorer oder auch Mozillas Chimera positiv ab. Gerade komplexe Seiten, die intensiv Gebrauch von Java Script, Shockwave und Flash machen, sollen während einer Safari-Tour endlich ohne unrühmliche Darstellungs-Handbremse auskommen. Und sollte eine bestimmte Seite einmal nicht korrekt mit der HTML-Engine "Konqueror" auf dem Schirm landen, kann der Safari-Teilnehmer per Mausklick die Entwickler bei Apple von seinem Fund in Kenntnis setzen.

Wo wir uns gerade intensiv mit Geschwindigkeit beschäftigen: Eigentlich haben wir zusammen mit vielen Fachleuten und Analysten darauf gewettet, dass Steve die WirelessLAN-Produkte von Apple dem schnellen 5-GHz-Standard 802.11a anpasst. Statt dessen beschert die Macworld in San Francisco den neuen "Airport Extreme". Mit Hilfe von IEEE 802.11g steigert Apple die Transferraten auf bis zu 54 Mbit pro Sekunde wie bei 802.11a, bleibt aber im 2,4-GHz-Band voll kompatibel zu Installationen mit dem Standard 802.11b, der auch in der bisherigen Airport-Hardware steckt. Airport Extreme ist ein fester Bestandteil des neuen 17-Zoll-Power-Books, wird sich in den kommenden Monaten aber auch als PC-Card- und Base-Station-Variante in den Läden finden. ds

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