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App-Abos: Forrester-CEO rät Apple zur Mäßigung

22.02.2011 | 07:33 Uhr |

An dem kontroversen Modell der In-App-Abos schneiden sich bis jetzt die Geister.

The Daily 03
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Der CEO des Marktforschungsunternehmens Forrester George Colony rät im Blog seiner Firma Apple zur Mäßigung in Sachen App-Abos. Der Erfolg von iPhone und iPad sei Apple anscheinend derart zu Kopf gestiegen, dass sich die Firma in eine wahre Hybris steigere. Scharf kritisiert Colony den 30-prozentigen Anteil, den Apple von Verlegern fordert, die ihre Zeitungen und Zeitschriften in digitaler Form über den App Store anbieten wollen. Apple überschätze den Preis von Inhalten auf mobilen Geräten stark, eine Gebühr von etwa 5 Prozent hält er für ausreichend.

Mit den aufgelegten 30 Prozent würde es Apple jedoch riskieren, Entwickler "in die Arme anderer Plattformen" etwa Android zu treiben. Apple riskiere eine Neuauflage des PC-Kriegs in den frühen Achtziger Jahren, als Microsoft alle Entwickler und Verbündeten, die Apple mit seinen Reinheitsgeboten vertrieben habe, mit "offenen Armen aufgenommen" hätte. "Diesmal könnte Apples feindselige Position zu einem App-Markt im Jahr 2014 führen, der so aussieht: Android 80 Prozent, Apple 10 Prozent, andere 10 Prozent," prophezeit Colony düster.

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