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Adobe Creative Cloud als illegale Kopie bereits im Netz

24.06.2013 | 10:21 Uhr |

Nur wenige Tage nach dem offiziellen Launch der Adobe Creative Cloud Suite tauchten im Internet die ersten illegalen Kopien auf.

Die neuen Programme in Adobes Creative Clous Suite , die es jetzt nur noch im Abonnement gibt, wurden innerhalb von nur wenigen Tagen bereits gehackt. Im Internet kursieren mindestens zwei Windows-Versionen von Photoshop CC ( Creative Cloud ) 14 und Kopien von Dreamweaver 13 und Illustrator 17. Noch wurden keine Mac-Kopien bestätigt, aber es ist nur eine Frage von Zeit, bis Piraten auch die restlichen Programme der Creative Suite gecrackt haben werden. Adobes einziger Kommentar auf Nachfragedes IDG News Service war, dass die Entwickler zur Zeit die Berichte über die Piratenkopien analysieren.

Neben Microsoft Windows und Office gehören die Programme von Adobe zu der weltweit am meisten von Piraten attackierten Software. Mit dem Umstieg auf den Abonnement-Service hatte sich David Wadhani, Adobes Chef für digitale Medien, eigentlich einen Rückgang dieser Angriffe erwartet, insbesondere da jetzt jede Menge neue Kunden auf Adobe umstiegen, für die zuvor der Anschaffungspreis unerschwinglich war.

Ob die Piraten langfristig Erfolg haben werden, ist umstritten: Die Programme der Adobe Creative Cloud Suite können offline eingesetzt werden und genau diese Einstellung wird für die gecrackten Versionen ausgenutzt. Aber auch im Offline-Modus müssen die Apps der Creative Cloud im Monats-Abo zumindest einmal alle 30 Tage, oder im Jahres-Abo alle 99 Tage, sich mit dem Adobe Server in Verbindung setzen, um einsatzbereit zu bleiben. Noch steht nicht fest, ob die Piraten diese Rückmeldung erfolgreich aushebelten, oder ob eine Verbindung mit dem Adobe-Server die Piratenversionen einfach deaktiviert. Einmal ganz abgesehen davon, dass der Einsatz von Piratensoftware höchst illegal ist: Gecrackte Software von Adobe ist bekannt dafür, dass die Piratenversionen als "Bonus" auch mit Malware gespickt ist: Photoshop CS4 im Mai 2009 mit dem Mac-Trojaner ist nur eines von vielen Beispielen.

Generell lobt Adobe aber, dass der Abonnenten-Dienst für die neue Creative Cloud sich als voller Erfolg erweist. Die Anzahl der zahlenden Kunden, die für sich für den neuen Service registrierten, hat am letzten Mittwoch im zweiten Quartal 2013 von 479.000 (im ersten Quartal) die 700.000-Marke überschritten . Bis Jahresende strebt Adobe den 1,25 Millionen-Meilenstein an.

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