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Adobe: Japan Schuld an schwachem Quartal

20.09.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das auf Produkte für das grafische Gewerbe spezialisierte Softwarehaus Adobe Systems bilanziert ein schwaches drittes Quartal: Für den am 31. August beendeten Dreimonatszeitraum wies das Unternehmen einen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (78,3 Millionen Dollar oder 31 Cent pro Aktie) nahezu halbierten Nettogewinn von 40,3 Millionen Dollar oder 16 Cent je Anteilschein aus. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen und Zugewinne betrug der Proforma-Gewinn 28 Cent pro Aktie. Der Umsatz ging im Jahresvergleich von 328,9 Millionen Dollar um elf Prozent auf 292,1 Millionen Dollar zurück. Schuld sei unter anderem ein unerwarteter Umsatzeinbruch in Japan. Im Juli hatte Adobe bereits gewarnt, es werde das ursprünglich angepeilte Nullwachstum möglicherweise verfehlen. CEO Bruce Chizen zeigte sich angesichts der verpassten Ziele enttäuscht, hob aber gleichzeitig die erfolgreiche Kostenkontrolle und die angesichts schwieriger Marktbedingungen immer noch erfreulichen Zahlen unterm Strich hervor.

Für das laufende Quartal rechnet Adobe nun mit Einnahmen zwischen 310 und 320 Millionen Dollar sowie 27 bis 28 Cent Gewinn pro Aktie bei einer Bruttomarge von 93 und eine operativen Marge von 31 Prozent, mögliche Auswirkungen der Terroranschläge der vergangenen Woche nicht mit eingerechnet. Die Analysten hatten laut First Call/Thomson bislang einen Gewinn von 31 Cent je Anteilschein erwartet.

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