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Adobe Lightroom als kostenlose Beta-Version

14.05.2008 | 14:22 Uhr |

Es wird schon langsam Tradition: Adobe stellt Betaversionen seiner Programme dem Anwenderurteil. Lightroom ist hierbei schon zum zweiten Mal dabei

Etwas mehr als ein gutes Jahr hat Version 1.x von Photoshop Lightroom auf dem Buckel, nachdem das Programm während einer langen öffentlichen Betaphase fertig entwickelt wurde. Was die nächste Version zu bieten hat, auch gegen andere Fotoworkflow-Konzepte wie Apples Aperture 2 (siehe Macwelt 04/08, Seite 66), darauf bietet die Anfang April gestartete öffentliche Beta von Lightroom 2 einen Vorgeschmack.

Adobe garantiert nicht, dass die neuen Funktionen der Lightroom Public Beta in der jetzigen Form auch Einzug in die finale Version halten werden, es ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen. Die nur englischsprachige Beta ist für bestehende Lightroom-Nutzer bis zum 31. August lauffähig, für andere Anwender 30 Tage lang.

Photoshop-Integration

Eine erweiterte Photoshop-Integration ist eine der wichtigsten Neuheiten von Lightroom 2 Beta. Sie ist nur über das Kontextmenü zu entdecken und ermöglicht direkte Funktionsaufrufe, die sich bislang nur über Bridge an Photoshop senden ließen: Bilder und Bildauswahlen lassen sich aus Lightroom nun für HDR-Generierung, Panorama-Stitching, als Smart Objekte oder als Ebenen an Photoshop CS3 übermitteln. Jedoch: Zwar arbeiten viele Anwender mit Photoshop und Lightroom, es gibt aber auch reichlich Anwender, die sich Photoshop CS3 nicht leisten wollen und zumindest HDR und Panorama-Stitching direkt in Lightroom wünschen.

Etwas versteckt im Kontextmenü zeigt sich die ausgebaute Photoshop-Integration. Hier werden in Lightroom 2 Beta mehrere Bilder zum Panorama-Stitching nach Photoshop geschickt.
Vergrößern Etwas versteckt im Kontextmenü zeigt sich die ausgebaute Photoshop-Integration. Hier werden in Lightroom 2 Beta mehrere Bilder zum Panorama-Stitching nach Photoshop geschickt.

Lokal retuschieren

Die zweite große Neuerung ist der Retuschepinsel im "Entwickeln"-Modul. Bislang stand für nicht destruktive Bildbearbeitung in Bilddetails nur die Rote-Augen-Korrektur und das Reparatur-Werkzeug parat, nun können einzelne Bildbereiche auch in Belichtung, Helligkeit, Sättigung und Klarheit behandelt werden. Eine Automaskierungsoption vereinfacht für Bildbereiche wie Himmel oder Hauttönen den Einsatz und die Parameter können wie alle anderen Entwicklungs-Werkzeuge nachträglich und nicht destruktiv abgeändert werden. Die Einsatzzwecke sind vielfältig, vom Aufhübschen des Himmels bis hin zur selektiven Kontraststeigerung. Möglicherweise schaffen es auch noch bereichsselektive Farbkorrekturen in die finale Version.

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