Adobe-Sicherheitslücke wird seit Januar angegriffen
Offiziell weiß Adobe seit knapp zwei Wochen von dem Problem, aber Sourcefire beweist das Auftreten von Exploit-Attacken seit Anfang Januar. Das Problem: Adobe braucht mindestens noch zwei weitere Wochen, um zunächst eine Lösung für Acrobat und Acrobat Reader Version 9 zu präsentieren.
Vor knapp einer Woche, am 19. Februar, hat Adobe in einer Pressemitteilung eine Sicherheitslücke in allen Acrobat und Acrobat Reader-Programmen von Version 7 bis 9 bekannt gegeben. Symantec hatte Adobe auf das Problem am 12. Februar aufmerksam gemacht. Matt Watchinski Geschäftsführer von Sourcefire, einem Hersteller von Hard- und Software im Bereich Netzsicherheit, sind aber bereits seit dem 9. Januar Angriffe auf diese Sicherheitslücke bekannt. Auf seiner Webseite veröffentlichte Sourcefire das Konzept eines Hackers, der die Angreifbarkeit der Software beschreibt.
Seit der Pressemitteilung von Adobe ist die Anzahl der Exploit-Angriffe rasant gestiegen und die Ziele sind Mac- und Windows-Anwender. Bisher fanden alle Exploits nur im kleinen Stil statt. So hat Symantec bisher nur zirka 100 gezielte Attacken gegen Einzelpersonen verzeichnet. Auch Andre DiMino , der Mitgründer von Shadowserver Foundation, verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Angriffe. "Unsere Bekanntgabe der Sicherheitslücke und die Veröffentlichungen von Exploit-Einzelheiten von Sourcefire haben den Prozess beschleunigt ", gibt DiMino zu. Shadowserver empfiehlt das Abschalten von Java-Script in der Adobe-Software, aber der Anwender riskiert, dass die Applikationen dann gar nicht mehr laufen.
Das Öffnen von JBIG-komprimierten Daten in Acrobat öffnet die Sicherheitslücke. Bis zum 11. März will Adobe die Lücke in Version 9 schließen und bald danach Lösungen für Acrobat und Acrobat Reader 8 und 7 anbieten.





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